Kirchengeschichte des Eusebius III 39

„Papias bietet aber auf Grund mündlicher Überlieferung auch noch andere Erzählungen, nämlich unbekannte Gleichnisse und Lehren des Erlösers und außerdem noch einige sonderbare Berichte. Zu diesen gehört seine Behauptung, daß nach der Auferstehung der Toten tausend Jahre kommen werden, in denen das Reich Christi sichtbar auf Erden bestehen werde.“

Quelle: Bibliothek der Kirchenväter, 2. Reihe, Bd. 1, München 1932, S. 152–153.

Brief des Eusebius von Cäsarea an seine Diöcesanen (Kap. 3)

„Wir glauben an Einen Gott, den allmächtigen Vater, Erschaffer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge; und an Einen Herrn Jesum Christum, das Wort Gottes, Gott aus Gott, Licht aus dem Lichte, Leben aus dem Leben, den eingebornen Sohn, den Erstgebornen aller Kreaturen, vor allen Zeiten aus dem Vater gezeugt, durch den auch alle Dinge gemacht worden sind; der um unsers Heiles willen Fleisch geworden ist und unter den Menschen gelebt hat, welcher gelitten hat, und am dritten Tage auferstanden, und zu dem Vater hinaufgestiegen ist, und wieder kommen wird in der Herrlichkeit, um zu richten die Lebendigen und die Todten. Wir glauben auch an Einen heiligen Geist, und glauben, daß ein jeder von diesen sey und existire, der Vater wahrhaft als Vater, und der Sohn wahrhaft als Sohn, und der heilige Geist wahrhaft als heiliger Geist […]“

Quelle: Sämmtliche Werke der Kirchen-Väter, Bd. 14, Kempten 1836, S. 243–244.

Brief des Eusebius von Cäsarea an seine Diöcesanen (Kap. 4)

„Diejenigen aber, welche sagen: Es hat eine Zeit gegeben, wo er nicht war, und er war nicht eher, als er gezeugt wurde, und er ist aus dem Nichts gemacht worden; oder welche behaupten, daß der Sohn Gottes von einer andern Hypostasis oder Wesenheit, oder geschaffen, oder veränderlich und wandelbar sey, diese verflucht die katholische Kirche.“

Quelle: Sämmtliche Werke der Kirchen-Väter, Bd. 14, Kempten 1836, S. 245.