„Ptolemäus mit dem Beinamen Philadelphus war der dritte Herrscher seit Alexander, dem Eroberer Aegyptens […] Dieser König also bekam Interesse und Verlangen nach unserer Gesetzgebung und beschloss den chaldäischen Text in die hellenische Sprache zu übertragen. Sofort schickte er Gesandte an den Hohenpriester und König des jüdischen Landes […], teilte ihm seine Absicht mit und forderte ihn auf, die tüchtigsten Männer auszuwählen, die das Gesetz übersetzen könnten. Dieser […] sucht die angesehensten seiner Hebräer aus […] und sendet sie mit Vergnügen dahin. […] Sie nehmen die heiligen Bücher und erheben zugleich mit ihnen die Hände zum Himmel empor und bitten Gott, dass sie in ihrem Vorhaben nicht fehlgehen mögen. Und Gott erhört ihre Gebete, damit […] die gesamte Menschheit davon Nutzen habe […]. In Abgeschiedenheit […] verdolmetschten sie wie unter göttlicher Eingebung […] alle in den gleichen Ausdrücken für Begriffe und Handlungen, als ob jedem von ihnen unsichtbar ein Lehrer diktierte.“
Didache 4,5
abgefasst um 60/65 n. Chr. von Unbekannt„Sei nicht einer, der zum Nehmen die Hände ausstreckt, zum Geben aber einzieht [Sirach 4,31].“
Barnabasbrief (Kap. 5,5)
abgefasst um 60 n. Chr. von Unbekannt„[…] er [ist] der Herr der ganzen Welt […], zu dem Gott bei der Grundlegung der Welt gesagt hatte: ‚Laßt uns einen Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Gestalt‘ [Genesis 1,26] […]“
Barnabasbrief (Kap. 6,4–7)
abgefasst um 60 n. Chr. von Unbekannt„Ferner aber sagt der Prophet: ‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden [Psalm 118,22].‘ Und weiter sagt er: ‚Dies ist der große und wunderbare Tag, den der Herr gemacht hat [Psalm 118,24].‘ [5] Ich schreibe euch recht einfach, damit ihr (es) versteht, ich, der Abschaum eurer Liebe. [6] Was sagt nun der Prophet weiter? ‚Umstellt hat mich eine Rotte von Übeltätern, umringt haben sie mich wie die Bienen die Wabe [Psalm 22,17; 118,12], und um mein Gewand warfen sie das Los [Psalm 22,19].‘ [7] Da er sich also im Fleisch offenbaren und leiden sollte, wurde das Leiden im voraus offenbart. Der Prophet sagt nämlich über Israel: ‚Wehe ihrer Seele, denn sie haben einen bösen Ratschluß gefaßt, (der sich) gegen sie selbst (richtet), indem sie sagten: Wir wollen den Gerechten binden, weil er uns unerträglich ist [Jesaja 3,9–10; Weisheit 2,12].‘“
Barnabasbrief (Kap. 19,9)
abgefasst um 60 n. Chr. von Unbekannt„Werde nicht einer, der zum Nehmen zwar die Hände ausstreckt, aber zum Geben (sie) verschließt [Sirach 4,31]. Wie deinen Augapfel liebe jeden, der dir das Wort des Herrn sagt.“
Didache (Kap. 9,5)
abgefasst um 60/65 n. Chr. von Unbekannt„Aber keiner darf essen oder trinken von eurer Eucharistie, außer die auf den Namen des Herrn getauft sind. Denn auch hierüber hat der Herr gesagt: ‚Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben‘ [Matthäus 7,6].“
Barnabasbrief (Kap. 11,1)
abgefasst um 60 n. Chr. von Unbekannt„Untersuchen wir aber, ob es dem Herrn gefallen hat, im voraus über das Wasser und das Kreuz Offenbarung zu geben. Über das Wasser ist nämlich in bezug auf Israel geschrieben, wie sie die Taufe, die Sündenvergebung bringt, nicht annehmen, sondern sich selbst (etwas) bauen werden.“
Barnabasbrief (Kap. 11,8.11)
abgefasst um 60 n. Chr. von Unbekannt„Selig (sind die), die in der Hoffnung auf das Kreuz in das Wasser hinabgestiegen sind […]: Voll Sünden und Schmutz steigen wir in das Waser hinab, und wir steigen heraus, Frucht bringend im Herzen, da wir im Geist Furcht und Hoffnung auf Jesus haben.“
Didache 7,1–4
abgefasst um 60/65 n. Chr. von Unbekannt„[…] tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit lebendigem Wasser. [2] Wenn du aber kein lebendiges Wasser hast, taufe in anderem Wasser. Wenn du aber nicht mit kaltem Wasser (taufen) kannst, (dann) mit warmem. [3] Wenn du aber beides nicht hast, dann gieße auf den Kopf dreimal Wasser auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. [4] Vor der Taufe aber sollen der Täufer und der Täufling fasten und wenn möglich einige andere. Du befiehlst aber dem Täufling, vorher zu fasten einen oder zwei (Tage).“
1. Clemensbrief (Kap. 40,1–2.4)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„[…] wir [müssen] alles ordnungsgemäß tun, was der Herr an bestimmten Zeiten zu erfüllen angeordnet hat. [2] Er wollte, daß Opfer und Gottesdienst gehalten werde, aber nicht aufs Geratewohl und ohne Ordnung solle es geschehen, sondern zu festgesetzten Zeiten und Stunden. […] [4] Die nun ihre Opfer darbringen zur vorgeschriebenen Zeit, sind wohlgefällig und selig; denn wenn sie den Gesetzen des Herrn nachkommen, sündigen sie nicht.“
1. Clemensbrief (Kap. 46,6)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„[…] wir [haben] einen Gott […], einen Christus, einen Geist der Gnade, der über uns ausgegossen ist, und […] eine Berufung […] in Christus […]“
Zweiter Clemensbrief (Kap. 1,1)
abgefasst um 75 n. Chr. von Unbekannt„Brüder, wir müssen von Jesus Christus so denken wie von Gott, wie vom Richter der Lebenden und Toten; und wir dürfen nicht gering denken von unserer Rettung.“
1. Clemensbrief (Kap. 32,4)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„Und auch wir, die wir durch seinen Willen in Christus Jesus berufen sind, werden nicht durch uns selbst gerechtfertigt noch durch unsere Weisheit oder Einsicht oder Frömmigkeit oder durch die Werke, die wir vollbracht haben in der Heiligkeit des Herzens, sondern durch den Glauben, durch den alle von Anbeginn an der allmächtige Gott gerechtfertigt hat. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“
1. Clemensbrief (Kap. 2,1)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„Alle waret ihr demütiger Gesinnung, fern jeder Überhebung, lieber Untergebene als Gebieter, freudiger zum Geben als zum Nehmen [Sirach 4,31]; ihr waret zufrieden mit den Gütern, die Christus für den Lebensweg euch gab und auf sie bedacht; seine Worte habt ihr gar sorgfältig eingeschlossen in euer Inneres (Herz), und seine Leiden standen euch vor Augen.“
1. Clemensbrief (Kap. 2,4)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„Ein Wetteifer war unter euch Tag und Nacht zum Frommen der ganzen Gemeinde von Brüdern, auf daß mit Erbarmen und Gewissenhaftigkeit die Zahl seiner Auserwählten gerettet werde.“
1. Clemensbrief (Kap. 44,1–3)
abgefasst um 75 n. Chr. von Clemens von Rom„Auch unsere Apostel wußten durch unseren Herrn Jesus Christus, daß Streit entstehen werde um die Bischofswürde. [2] Aus diesem Grunde setzten sie auch, da sie eine genaue Kenntnis hiervon zum voraus erhalten hatten, die oben Genannten ein und gaben ihnen dazu Auftrag, daß, wenn sie entschlafen wären, andere erprobte Männer ihren Dienst übernähmen. [3] Die also von jenen oder hernach von anderen ausgezeichneten Männern unter Zustimmung der ganzen Gemeinde eingesetzten (Bischöfe), die das Hirtenamt Christi in Demut untadelig, ruhig, uneigennützig verwaltet haben, die lange Zeit hindurch von allen ein gutes Zeugnis erhalten haben, diese von ihrem heiligen Amte abzusetzen, ist nach unserer Ansicht ein Unrecht.“
Ignatius an die Philadelphier (Kap. 4)
abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia„Bemühet euch, nur eine Eucharistie zu feiern; denn es ist nur ein Fleisch unseres Herrn Jesu Christi und nur ein Kelch zur Einigung mit seinem Blute, nur ein Altar, wie nur ein Bischof ist in Verbindung mit dem Presbyterium und (den) Diakonen, meinen Mitknechten, auf daß, was immer ihr tuet, ihr tuet gemäß dem Willen Gottes.“
Ignatius an die Smyrnäer (Kap. 7,1)
abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia„Von der Eucharistie und dem Gebete halten sie[, die Sonderlehren aufstellen über die Gnade Jesu Christi,] sich ferne, weil sie nicht bekennen, daß die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat. Die nun reden wider die Gabe Gottes, die sterben in ihrer Streitsucht. Besser wäre für sie die Liebe, auf daß sie auch auferstehen.“
Ignatius an die Trallianer (Kap. 9,1–2)
abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia„Verstopfet daher eure Ohren, sobald euch einer Lehren bringt ohne Jesus Christus, der aus dem Geschlechte Davids, der aus Maria stammt, der wahrhaft geboren wurde, aß und trank, wahrhaft verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wahrhaft gekreuzigt wurde und starb vor den Augen derer, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind, [2] der auch wahrhaft auferweckt wurde von den Toten, da ihn sein Vater auferweckte; denn nach diesem Vorbild wird uns, die wir ihm glauben, sein Vater auch so auferwecken in Christus Jesus, ohne den wir das wahre Leben nicht haben.“
Ignatius an die Epheser (Kap. 18,2)
abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia„Denn unser Gott, Jesus der Christus, wurde von Maria empfangen, nach dem Heilsplan Gottes zwar aus dem Samen Davids, aber vom Heiligen Geiste; er wurde geboren und getauft, damit er durch das Leiden das Wasser reinige.“