Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 110,2)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Diese [Parusie] tritt dann ein, wenn der Mann der Apostasie, der auch gegen den Höchsten Ungehöriges predigt, auf Erden Sündhaftes gegen uns Christen wagt, die wir von dem Gesetze und dem Worte, das aus Jerusalem durch Jesu Apostel ausging, Gottesverehrung gelernt und zu dem Gotte Jakobs und dem Gotte Israel unsere Zuflucht genommen haben.“

Gegen die Häresien V 25,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Weiterhin erweist sich auch aus dem, was unter dem Antichrist geschehen soll, daß der Apostat und Räuber als Gott verehrt werden und als König ausgerufen werden will, obwohl er doch ein Sklave ist. Indem nämlich jener alle Kraft des Teufels annehmen wird, wird er nicht als gerechter König kommen, nicht als gesetzmäßiger in der Unterwerfung unter Gott, sondern als ein ungerechter, gesetzloser, gottloser, als Apostat, Übeltäter, Menschenmörder und Räuber, der die Apostasie des Teufels in sich rekapituliert. Die Götzen wird er abtun und sich selbst als Gott ausgeben, sich als den einzigen Götzen erheben, der in sich den mannigfachen Irrtum der übrigen Götzenbilder enthält, damit die, welche in mancherlei Greueln den Teufel anbeten, ihm in dem einen Götzen dienen.“

Über die Auferstehung des Fleisches (Kap. 27)

abgefasst um 210 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Wenn wir lesen: ‚Tritt ein mein Volk, in deine Vorratskammern … einen Augenblick, bis mein Zorn vorüber ist‘ [Jesaja 26,20], so werden die Vorratskammern wohl die Gräber sein, in welchen diejenigen eine kurze Zeit zu ruhen haben, die am Ende der Welt unter dem letzten Zorne durch die Gewalt des Antichrists umkommen. […] Denn aus den Vorratskammern wird nichts anderes herausgeholt, als was hineingetragen wurde, und die Auferstehung wird nach der Vertilgung des Antichrists vor sich gehen.“