Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien und Seleucia in Isaurien (Kap. 6)

abgefasst um 360 n. Chr. von Athanasius von Alexandria

„Ohne Grund laufen sie [scil. die Arianer] also umher und geben überall vor, sie hätten des Glaubens wegen die Haltung der Synoden verlangt. Denn die heilige Schrift genügt mehr, als alles Andere […]; denn die zu Nicäa Versammelten […] haben so trefflich darüber geschrieben, daß diejenigen, welche ihre Schriften mit unbefangenem Sinne lesen, durch dieselben an die Frömmigkeit gegen Christum, welche in den göttlichen Schriften verkündet wird, erinnert werden können.“

Über die Dreieinigkeit I 18

abgefasst um 360 n. Chr. von Hilarius von Poitiers

„Der beste Leser nämlich ist, wer die Erkenntnis der Worte mehr von den Worten her erwartet, als sie ihnen aufprägt, und mehr annimmt als beibringt, und (sich) nicht (zu der Meinung) zwingt, daß in dem Gesagten dasjenige enthalten scheine, was er vor dem Lesen als Erkenntnisziel sich vorgesetzt hat. Da wir also über Gottes Dinge sprechen wollen, so wollen wir Gott die Erkenntnis seiner selbst zugestehen und seinen Worten in ehrfürchtiger Verehrung dienen. Denn ein für sich selbst geeigneter Zeuge ist, wer nicht anders als nur durch sich erkennbar ist.“