Ignatius an die Römer (Kap. 7,3)

abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia

„Ich habe keine Freude an vergänglicher Speise noch auch an den Vergnügungen dieses Lebens. Gottes Brot [Johannes 6,33] will ich, das ist das Fleisch Jesu Christi, der aus dem Samen Davids [Johannes 7,42; Römer 1,3; 2. Timotheus 2,8] (stammt), und als Trank will ich sein Blut, das unvergängliche Liebe ist.“

Ignatius an die Epheser (Kap. 19,3)

abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia

„Infolgedessen löste jegliche Zauberei sich auf, und jede Fessel der Bosheit ward vernichtet; die Unwissenheit ward weggenommen, das alte Reich ward zerstört, da Gott in Menschengestalt sich offenbarte zur Neuschaffung ewigen Lebens; da nahm seinen Anfang, was bei Gott zubereitet war. Deshalb kam alles in Bewegung, weil die Vernichtung des Todes betrieben wurde.“

Ignatius an die Philadelphier (Kap. 4)

abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia

„Bemühet euch, nur eine Eucharistie zu feiern; denn es ist nur ein Fleisch unseres Herrn Jesu Christi und nur ein Kelch zur Einigung mit seinem Blute, nur ein Altar, wie nur ein Bischof ist in Verbindung mit dem Presbyterium und (den) Diakonen, meinen Mitknechten, auf daß, was immer ihr tuet, ihr tuet gemäß dem Willen Gottes.“

Ignatius an die Smyrnäer (Kap. 7,1)

abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia

„Von der Eucharistie und dem Gebete halten sie[, die Sonderlehren aufstellen über die Gnade Jesu Christi,] sich ferne, weil sie nicht bekennen, daß die Eucharistie das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat. Die nun reden wider die Gabe Gottes, die sterben in ihrer Streitsucht. Besser wäre für sie die Liebe, auf daß sie auch auferstehen.“

Ignatius an die Trallianer (Kap. 9,1–2)

abgefasst um 117 n. Chr. von Ignatius von Antiochia

„Verstopfet daher eure Ohren, sobald euch einer Lehren bringt ohne Jesus Christus, der aus dem Geschlechte Davids, der aus Maria stammt, der wahrhaft geboren wurde, aß und trank, wahrhaft verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wahrhaft gekreuzigt wurde und starb vor den Augen derer, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind, [2] der auch wahrhaft auferweckt wurde von den Toten, da ihn sein Vater auferweckte; denn nach diesem Vorbild wird uns, die wir ihm glauben, sein Vater auch so auferwecken in Christus Jesus, ohne den wir das wahre Leben nicht haben.“

Kirchengeschichte III 39 (zitiert Papias)

abgefasst um 120 n. Chr. von Papias von Hierapolis

„Kam einer, der den Presbytern gefolgt war, dann erkundigte ich mich nach den Lehren der Presbyter und fragte: ‚Was sagte Andreas, was Petrus, was Philippus, was Thomas oder Jakobus, was Johannes oder Matthäus oder irgendein anderer von den Jüngern des Herrn? Und was sagen Aristion und der Presbyter Johannes, die Jünger des Herrn?‘ Denn ich war der Ansicht, daß aus Büchern geschöpfte Berichte für mich nicht denselben Wert haben können wie die Worte frischer, noch lebender Stimmen.“

Der Hirte des Hermas (Gleichnis 9, Kap. 12,1–2)

abgefasst um 120 n. Chr. von Hermas

„‚Der Felsen und das Tor bedeuten den Sohn Gottes.‘ ‚Wie aber, o Herr, kommt es, daß der Felsen alt […] ist?‘ ‚Merke auf und begreife es, du Unverständiger. [2] Der Sohn Gottes ist älter als seine ganze Schöpfung, so daß er auch der Ratgeber seines Vaters bei seiner Schöpfung sein konnte; deshalb ist er (der Felsen) auch alt.‘“

Der Hirte des Hermas (Gesicht 1, Kap. 3,4)

abgefasst um 120 n. Chr. von Hermas

„Siehe, der Herr der Heerscharen, der mit seiner unsichtbaren Macht und Stärke und großen Weisheit die Welt erschuf und in seinem lobwürdigen Ratschlusse seine Schöpfung mit Schönheit umgab und mit seinem mächtigen Wort den Himmel befestigte und die Erde gründete über den Wassern und in der ihm eigenen Weisheit und Vorsicht seine heilige Kirche schuf, die er auch segnete, siehe, er versetzt die Himmel, die Berge, die Hügel und die Meere, und alles wird ebenes Land für seine Auserwählten, damit er ihnen das Versprechen einlöse, das er mit großem Ruhm und großer Freude gegeben, wenn sie nämlich die Satzungen Gottes halten, die sie in großem Vertrauen empfangen haben.“

Apologie (Kap. 2)

abgefasst um 125 n. Chr. von Aristides von Athen

„Die Christen führen den Anfang ihrer Religion auf Jesus, den Messias, zurück. Er wird der Sohn des Höchsten Gottes genannt. Es heißt, dass Gott vom Himmel herabkam. Er nahm Fleisch an und bekleidete Sich damit, indem Er es von einer hebräischen Jungfrau annahm. Und der Sohn Gottes wohnte in einer Menschentochter.“

Zweite Apologie 4 [5]

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Als Gott das Weltall geschaffen und das, was auf Erden ist, den Menschen unterstellt, die Himmelskörper aber zum Wachstum der Früchte und zum Wechsel der Zeiten geordnet und ihnen, die er ersichtlich auch der Menschen wegen geschaffen hatte, ein göttliches Gesetz vorgezeichnet hatte, da übertrug er die Vorsorge für die Menschen und für alles, was unter dem Himmel ist, Engeln, die er über sie setzte. Die Engel aber übertraten diese Anordnung, erniedrigten sich zum Verkehr mit Weibern und zeugten Kinder, die sogenannten Dämonen.“

Rede an die Bekenner des Griechentums (Kap. 29,3–4)

abgefasst um 160 n. Chr. von Tatian der Assyrer

„Und es fügte sich, daß diese Schriften mich überzeugten durch die Schlichtheit ihres Stils, durch die Anspruchslosigkeit ihrer Verfasser, durch die wohlverständliche Darstellung der Weltschöpfung, durch die Voraussicht der Zukunft, die Ungewöhnlichkeit der Vorschriften und die Zurückführung aller Dinge auf einen Herrn: [4] sie haben meine Seele über Gott belehrt und ich verstand, daß die Griechenlehre zur Verdammnis führe, die Barbarenlehre aber die Sklaverei in der Welt aufhebe, von vielen Herren und tausend Tyrannen uns befreie […]“