„‚Der Felsen und das Tor bedeuten den Sohn Gottes.‘ ‚Wie aber, o Herr, kommt es, daß der Felsen alt […] ist?‘ ‚Merke auf und begreife es, du Unverständiger. [2] Der Sohn Gottes ist älter als seine ganze Schöpfung, so daß er auch der Ratgeber seines Vaters bei seiner Schöpfung sein konnte; deshalb ist er (der Felsen) auch alt.‘“
Der Hirte des Hermas
Der „Hirte des Hermas“ (um 120 n. Chr. verfasst) ist ein apokalyptischen Werks, das Hermas in Rom verfasste und das Berichte über Visionen sowie Gebote und Gleichnisse enthält. Es war in der frühen Kirche weit verbreitet und wurde in einigen Teilen der Kirche zeitweise als kanonisch eingestuft.
Der Hirte des Hermas (Gesicht 1, Kap. 3,4)
„Siehe, der Herr der Heerscharen, der mit seiner unsichtbaren Macht und Stärke und großen Weisheit die Welt erschuf und in seinem lobwürdigen Ratschlusse seine Schöpfung mit Schönheit umgab und mit seinem mächtigen Wort den Himmel befestigte und die Erde gründete über den Wassern und in der ihm eigenen Weisheit und Vorsicht seine heilige Kirche schuf, die er auch segnete, siehe, er versetzt die Himmel, die Berge, die Hügel und die Meere, und alles wird ebenes Land für seine Auserwählten, damit er ihnen das Versprechen einlöse, das er mit großem Ruhm und großer Freude gegeben, wenn sie nämlich die Satzungen Gottes halten, die sie in großem Vertrauen empfangen haben.“
Der Hirte des Hermas (Gesicht 4, Kap. 3,5)
„Der weiße Teil aber ist die kommende Welt, in der die Erwählten Gottes wohnen werden, weil die von Gott zum ewigen Leben Auserkorenen fleckenlos und rein sein werden.“