„Siehe, der Herr der Heerscharen, der mit seiner unsichtbaren Macht und Stärke und großen Weisheit die Welt erschuf und in seinem lobwürdigen Ratschlusse seine Schöpfung mit Schönheit umgab und mit seinem mächtigen Wort den Himmel befestigte und die Erde gründete über den Wassern und in der ihm eigenen Weisheit und Vorsicht seine heilige Kirche schuf, die er auch segnete, siehe, er versetzt die Himmel, die Berge, die Hügel und die Meere, und alles wird ebenes Land für seine Auserwählten, damit er ihnen das Versprechen einlöse, das er mit großem Ruhm und großer Freude gegeben, wenn sie nämlich die Satzungen Gottes halten, die sie in großem Vertrauen empfangen haben.“
Quelle: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Bd. 35, München 1918, S. 182.Schöpfung
Rede an die Bekenner des Griechentums (Kap. 5,7)
„Denn nicht anfangslos ist die Materie wie Gott, noch hat sie etwa ihrer Anfangslosigkeit wegen gottgleiche Macht; sie ist vielmehr geschaffen worden und von keinem anderen geschaffen, als allein von dem Schöpfer aller Dinge.“
Quelle: Tatians des Assyrers Rede an die Bekenner des Griechentums, übersetzt von Dr. R. C. Kukula, in: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Bd. 12, 1913, S. 28/202.Zweite Apologie 5 [6]
„Sein Sohn aber, der allein im eigentlichen Sinne sein Sohn heißt, der Logos, der vor aller Schöpfung in ihm war und der gezeugt wurde, als er im Anfange alles durch ihn schuf und ordnete, wird Christus genannt, weil er gesalbt wurde und Gott durch ihn alles ordnete, […] er ist Mensch geworden, nach dem Willen Gottes des Vaters zur Welt gekommen für die gläubigen Menschen und zum Sturze der Dämonen, wie ihr noch jetzt aus dem ersehen könnt, was vor euren Augen geschieht.“
Quelle: Die beiden Apologien Justins des Märtyrers, übersetzt von Dr. Gerhard Rauschen, in: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Bd. 12, 1913, S. 90/144.An Autolykus III 23
„Damit wir aber eine genauere Chronologie liefern, wollen wir mit Gottes Hilfe uns jetzt daran machen, […] auch die [Geschichte] vor der Sintflut durchzugehen, um so nach Möglichkeit die Zahl der gesamten Jahre der Welt uns vorzuführen, indem wir auf den fernsten Anfang der Schöpfung der Welt zurückgehen, die uns Moses, der Diener Gottes, durch den HI. Geist beschrieben hat. Indem er nämlich die Geschichte der Schöpfung und Entstehung der Welt und des ersten Menschen und die folgenden Ereignisse erzählt, gibt er auch die Jahre an, die vor der Sintflut verflossen.“
Quelle: Drei Bücher des heiligen Theophilus, Bischofs von Antiochien, an Autolykus, übersetzt von J. Leitl, in: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Bd. 14, 1913, S. 98.