Bittschrift für die Christen (Kap. 18)

„[…] so ist auch dem einen Gotte und seinem Sohne, dem Logos, der als (vom Vater) ungetrennt gedacht wird, alles untergeordnet.“

Veröffentlicht von

Athenagoras von Athen

Athenagoras (ca. 133–190 n. Chr.), ursprünglich ein gebildeter Heide, konvertierte vermutlich in Athen zum Christentum und wirkte fortan als ein Verteidiger des christlichen Glaubens gegenüber heidnischen Vorwürfen. Sein um 175 n. Chr. verfasstes Hauptwerk „Bittschrift für die Christen“ richtete er an Kaiser Mark Aurel (121–180 n. Chr.) und dessen Sohn Commodus (161–192 n. Chr.). Darin versuchte Athenagoras, die Vernunftmäßigkeit sowie die moralische Integrität des Christentums aufzuzeigen. Daneben verfasste er „Über die Auferstehung der Toten“, eine der frühesten umfassenden Verteidigungen der jüdisch-christlichen Lehre über die leibliche Auferstehung. Athenagoras verband philosophisches Denken mit christlicher Theologie, argumentierte gegen den Polytheismus und zeigte etliche Vorzüge einer christlichen Ethik auf. Über sein persönliches Leben ist jedoch nur wenig bekannt.