Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 120,5)

„So habe ich auch meine christologischen Lehren nicht begründen wollen mit Schriftstellen, welche ihr [Juden] nicht anerkennt […]. Ich habe sie vielmehr bewiesen mit den von euch bis jetzt anerkannten Stellen. Wenn eure Lehrer diese Schriftstellen verstanden hätten, dann hätten sie ganz gewiß für ihre Beseitigung gesorgt […]“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 79,4)

„Ferner ist uns von Moses im Anfang der Genesis aufgeschrieben, daß eine Schlange die Eva betrogen habe, und daß sie verflucht worden sei. Wir wissen, daß in Ägypten Magier versuchten, die von Gott durch den treuen Diener Moses gewirkten Wunder nachzumachen. Auch ist euch bekannt, daß nach der Erklärung Davids die Götter der Heiden Dämonen sind.“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 88,5)

„Gott hat nämlich bei Erschaffung der Engel und Menschen gewollt, daß sie, ausgestattet mit freiem Willen und dem Selbstbestimmungsrecht, das tun, wozu er jeden einzelnen befähigt hat; er wollte sie, wenn sie sich für Gottes Willen entscheiden, vor Vergänglichkeit und Strafe bewahren, jeden dagegen nach seinem Gutdünken bestrafen, wenn sie sündigten.“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 6,1–2)

„Die Seele aber hat Anteil am Leben, weil Gott will, daß sie lebe. [2] So wird sie nun auch dereinst nicht Anteil haben, wenn nicht Gott will, daß sie lebe. […] Im Gegenteil, gerade so wie der Mensch nicht immer existiert und nicht immer der Körper mit der Seele verbunden ist, sondern die Seele dann, wenn diese Vereinigung gelöst werden muß, den Körper verläßt […], so weicht auch von der Seele, wenn sie nicht mehr sein soll, der lebenspendende Geist und ist die Seele nicht mehr […]“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 110,2)

„Diese [Parusie] tritt dann ein, wenn der Mann der Apostasie, der auch gegen den Höchsten Ungehöriges predigt, auf Erden Sündhaftes gegen uns Christen wagt, die wir von dem Gesetze und dem Worte, das aus Jerusalem durch Jesu Apostel ausging, Gottesverehrung gelernt und zu dem Gotte Jakobs und dem Gotte Israel unsere Zuflucht genommen haben.“