Gegen Celsus IV 15

„Jenes Wesen aber, das zu den Menschen herabstieg, ‚war in Gottes Gestalt‘; und aus Liebe zu den Menschen ‚entäußerte er sich selbst‘ [Philipper 2,6–7], damit er der menschlichen Fassungskraft erreichbar wäre.“

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Origenes

Origenes (ca. 185–255 n. Chr.), Sohn einer wohlhabenden Familie und herausragender christlicher Schriftsteller des ausgehenden 2. und beginnenden 3. Jh., widmete sein Leben der christlichen Philosophie und Theologie. Er leitete eine philosophisch-theologische Schule in Alexandrien und später in Caesarea, wo er eine bedeutende Bibliothek und ein Skriptorium aufbaute. Origenes verfasste umfangreiche Bibelkommentare und die erste christliche Dogmatik („De principiis“). Einige seiner Lehren, darunter die Präexistenz menschlicher Seelen und die Apokatastasis („Allversöhnung“), waren prägend und umstritten zugleich. In Caesarea starb er vermutlich an den Folgen von Folter in den Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Decius (ca. 190–251 n. Chr.). Origenes beeinflusste die spätere Kirche und Auslegungen biblischer Texte über Jahrhunderte hinweg in nicht geringem Maße.