Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 140,4)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Daß jedoch diejenigen, deren Ungerechtigkeit man vorherwußte, seien sie Engel oder Menschen, nicht durch Gottes Schuld Sünder werden, sondern daß jeder durch seine eigene Schuld das ist, als was er erscheinen wird, habe ich auch schon oben [Kap. 88,5; 102,4] dargetan.“ Justin der MärtyrerJustin (ca. 100–165 n. Chr.), geboren in Flavia Neapolis (heute Nablus, Palästina), … Weiterlesen

Rede an die Bekenner des Griechentums (Kap. 7,4)

abgefasst um 160 n. Chr. von Tatian der Assyrer

„Da aber die Kraft des Logos die Fähigkeit an sich hat, das vorauszusehen, was in Zukunft nicht durch das Fatum, sondern durch die freie Entschließung der Wählenden geschehen werde, so sagte er den Verlauf der kommenden Ereignisse voraus […]“ Tatian der AssyrerTatian (ca. 120–173 n. Chr.) stammte aus Assyrien, vermutlich der Region um Adiabene. Nach seiner Ausbildung … Weiterlesen

Erste Apologie (Kap. 43)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Damit aber niemand aus dem vorher von uns Gesagten den Schluß ziehe, wir behaupten, daß das, was geschieht, nach der Notwendigkeit des Verhängnisses geschehe, weil wir ja vorhin bemerkten, es sei vorhergewußt, so wollen wir auch diese Schwierigkeit lösen. Daß die Strafen und Züchtigungen wie auch die Belohnungen nach dem Werte der Handlungen eines jeden … Weiterlesen

Zweite Apologie (Kap. 6 [7])

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Aber ebensowenig glauben wir, daß die Menschen nach einem Verhängnisse handeln oder leiden, was ihnen begegnet, sondern vielmehr, daß jeder nach freier Wahl recht oder unrecht tut […]. Aber weil Gott das Geschlecht der Engel und das der Menschen ursprünglich frei erschaffen hat, werden sie mit Recht für ihre Vergehungen in ewigem Feuer gestraft werden.“ … Weiterlesen

Dialog Octavius (Kap. 36,1–2)

abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix

„Suche sich niemand mit einem Verhängnis zu trösten oder sein Endschicksal zu entschuldigen. […] [2] Was ist denn das Verhängnis anderes, als was Gott über einen jeden von uns bestimmt hat. Da er unseren Charakter zum voraus kennt, bestimmt er entsprechend den Verdiensten und Eigenschaften der einzelnen auch ihre Geschicke. So wird an uns nicht … Weiterlesen