Über die Menschwerdung des Logos (Kap. 4)

abgefasst um 320 n. Chr. von Athanasius von Alexandria

„[…] die Übertretung des Gebotes warf [die Menschen] auf ihren natürlichen Urstand zurück, so daß sie […] mit Recht nach Ablauf der Zeit den Verlust ihrer Existenz zu gewärtigen hatten. Denn wenn […] sie erst durch das Eingreifen und die Menschenliebe des Logos ins Dasein gerufen wurden, so ergab sich als natürliche Folge, daß die Menschen […] mit ihrer Abkehr [von Gott] […] auch ihrer ewigen Existenz verlustig gingen, das heißt aber, daß sie der Auflösung anheimfielen und im Tod und in der Verwesung verblieben. Tatsächlich ist ja der Mensch von Natur aus sterblich, da er aus dem Nichts entstanden ist.“