Gegen die Häresien IV 20,3–4

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Und daß das Wort, d. h. der Sohn, immer bei dem Vater war, haben wir vielfach dargetan. Daß aber auch die Weisheit, d. h. der Geist, bei ihm vor aller Schöpfung war, sagt er durch Salomon: ‚Gott hat durch die Weisheit die Erde gegründet, den Himmel bereitet durch die Klugheit. Durch seinen Geist brachen die … Weiterlesen

Gegen die Häresien II 33,5

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Wenn daher die Zahl, die er selbst bei sich vorherbestimmt hat, voll geworden ist, dann werden alle, die [im Buche des Lebens] eingetragen sind, zum Leben auferstehen […], damit durch die Vollendung der von Gott vorherbestimmten […] Zahl der Menschen die Anordnung des Vaters erfüllt werde.“ Irenäus von LyonIrenäus (ca. 130–200 n. Chr.), später herausragender … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 5,2

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Diesen [Gott] verkündete auch der Prophet Daniel, als Cyrus, der König der Perser, ihn fragte: ‚Warum betest du Bel nicht an?‘ Da sagte er ihm: ‚Ich verehre nicht Götzen, die mit der Hand gemacht sind, sondern den lebendigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und die Herrschaft besitzt über alles Fleisch.‘ [Daniel 14,4–5.]“ Irenäus … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 29,1–2

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Aber er verhärtete, sagen jene, das Herz des Pharao und seiner Diener [Exodus 9,35]. Die dies einwenden, lesen nicht die Stelle im Evangelium, wo der Herr seinen Jüngern auf ihre Frage: ‚Warum sprichst du zu ihnen in Gleichnissen?‘ antwortete: ‚Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Himmelreiches zu erkennen. Zu jenen aber spreche ich in … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 29,2

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Da nun Gott alles vorausweiß, so überläßt er die, von denen er weiß, daß sie nicht glauben werden, ihrem Unglauben, wendet sein Angesicht von solchen ab und läßt sie in der Finsternis zurück, die sie sich selbst erwählt haben.“ Irenäus von LyonIrenäus (ca. 130–200 n. Chr.), später herausragender christlicher Schriftsteller, war vermutlich in Smyrna (heute … Weiterlesen

Gegen die Häresien III 1,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Von keinem andern als von denen, durch welche das Evangelium an uns gelangt ist, haben wir Gottes Heilsplan gelernt. Was sie zuerst gepredigt und dann nach dem Willen Gottes uns schriftlich überliefert haben, das soll­te das Fundament und die Grundsäule unseres Glaubens werden. […] Matthäus verfaßte seine Evangelienschrift bei den Hebräern in hebräischer Sprache, als … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 37,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Jenes Wort: ‚Wie oft wollte ich versammeln deine Söhne, und du hast nicht gewollt‘, weist auf das alte Gesetz von der Freiheit des Menschen hin. Denn frei hat ihn Gott im Anfang erschaffen, mit eigener Macht wie mit eigener Seele, sodaß er mit freiem Willen ohne Zwang […] Gottes Einsicht folgen sollte. Denn bei Gott … Weiterlesen

Gegen die Häresien III 21,2

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Bevor nämlich die Römer sich ihres Reiches bemächtigten, […] da bat Ptolomäus […] die Jerusalemitaner, ihre Schriften ins Griechische zu übersetzen, weil er seine in Alexandria angelegte Bibliothek mit den vorzüglichsten Schriftwerken aller Länder auszustatten wünschte. Jene nun […] schickten siebzig Älteste, die in den Schriften besonders bewandert waren und beide Sprachen beherrschten, […] damit … Weiterlesen

Gegen die Häresien II 27,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Wer aber gesunden Verstandes und geraden, frommen und wahrheitsliebenden Herzens ist, der wird eifrig erforschen, was Gott in die Gewalt der Menschen gegeben und unserer Kenntnis unterworfen hat, und wird darin fortschreiten und durch tägliche Übung leicht zu einer Wissenschaft von diesen Dingen gelangen. Hierzu gehören die, welche uns vor Augen liegen und was offen … Weiterlesen

Gegen die Häresien III 21,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Gott ist also Mensch geworden, und der Herr selbst wird uns erlösen, indem er das Zeichen der Jungfrau gibt. Falsch ist daher die Deutung derer, die da wagen, die Schrift so zu erklären: Siehe, ein Mädchen wird im Leibe haben und einen Sohn gebären. So übersetzen es Theodotion aus Ephesus und Aquila aus Pontus, beides … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 18,5

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„[…] wie das von der Erde stammende Brot, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern die Eucharistie, die aus zwei Elementen, einem irdischen und einem himmlischen besteht, so gehören auch unsere Körper, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr der Verweslichkeit an, sondern haben die Hoffnung auf Auferstehung.“ Irenäus von … Weiterlesen

Gegen die Häresien IV 37,4

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Wenn also jemand dem Evangelium nicht folgen will, so steht es ihm frei, aber es nützt ihm nicht. Der Mensch kann sich für den Ungehorsam gegen Gott entscheiden und für den Verlust des Guten, zieht sich aber dadurch einen gewaltigen Nachteil und Schaden zu. […] Weil jedoch der Mensch von Anfang an einen freien Willen … Weiterlesen

Gegen die Häresien III 21,3

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Denn die Apostel, die doch älter sind als jene [Häretiker], stimmen mit der genannten Übersetzung überein, und die Übersetzung mit der Tradition der Apostel. Denn Petrus und Johannes und Matthäus und die übrigen alle samt ihren Schülern verkünden alle Worte der Propheten so, wie es in der Übersetzung der [siebzig] Ältesten enthalten ist.“ Irenäus von … Weiterlesen

Gegen die Häresien V 2,2

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Töricht in jeder Hinsicht sind die, welche […] behaupten, daß [das Fleisch] der Unvergänglichkeit nicht fähig sei. Wird aber dies nicht erlöst, dann hat uns der Herr auch nicht mit seinem Blute erlöst, noch ist der eucharistische Kelch die Teilnahme an seinem Blute, das Brot, das wir brechen, die Teilnahme an seinem Leibe [1. Korinther … Weiterlesen

Gegen die Häresien II 34,3

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„[…] alles […] dauert fort, solange Gott seine Existenz und Fortdauer will. […] Somit schenkt der Vater aller in Ewigkeit Fortdauer denen, die gerettet werden. […] Wer es aber von sich wirft und seinem Schöpfer undankbar wird, keinen Dank dafür weiß, daß er geworden, […] der beraubt sich selbst der Fortdauer in Ewigkeit. […] Wer … Weiterlesen

Gegen die Häresien V 33,3

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„So erinnern sich auch die Presbyter, die Johannes, den Schüler des Herrn, gesehen haben, von ihm gehört zu haben, wie der Herr von jenen Zeiten lehrte und sprach: ‚Es werden Tage kommen, wo Weinstöcke wachsen werden, jeder mit 10 000 Reben, und an einer Rebe 10 000 Zweige, und an einem Zweige 10 000 Schosse … Weiterlesen

Gegen die Häresien III 6,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Beide nämlich bezeichnete der Heilige Geist als Gott, den Sohn, der gesalbt wird, und den Vater, der salbt. Und ferner: ‚Gott steht in der Versammlung der Götter, in ihrer Mitte aber richtet er die Götter‘ [Psalm 82,1]. Vom Vater und vom Sohne spricht er und von denen, welche die Kindschaft empfangen haben, und diese sind … Weiterlesen

Gegen die Häresien I 10,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„[…] er [wird] ein gerechtes Gericht über alle halten. Die Geister der Bosheit und die ungehorsamen Engel, die von Gott abfielen, und die Gottlosen und Ungerechten und Frevler und Gotteslästerer wird [Jesus Christus] in das ewige Feuer schicken.“ Irenäus von LyonIrenäus (ca. 130–200 n. Chr.), später herausragender christlicher Schriftsteller, war vermutlich in Smyrna (heute Izmir, … Weiterlesen

Gegen die Häresien V 25,1

abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon

„Weiterhin erweist sich auch aus dem, was unter dem Antichrist geschehen soll, daß der Apostat und Räuber als Gott verehrt werden und als König ausgerufen werden will, obwohl er doch ein Sklave ist. Indem nämlich jener alle Kraft des Teufels annehmen wird, wird er nicht als gerechter König kommen, nicht als gesetzmäßiger in der Unterwerfung … Weiterlesen