„Lasset euch nicht verführen durch die falschen Lehren und die alten Sagen, die nichts nützen; denn wenn wir bis jetzt nach dem Judentum leben, gestehen wir zu, daß wir die Gnade nicht empfangen haben.“
Gesetz
Ignatius an die Philadelphier (Kap. 6,1)
„Wenn aber bei euch einer judaistische Lehren verkündigt, so höret nicht auf ihn! Denn es ist besser, von einem Beschnittenen das Christentum zu hören, als von einem Unbeschnittenen judaistische Lehren. Wenn aber beide nichts von Jesus Christus reden, dann sind sie für mich wie Grabsäulen und Totenkammern, auf denen nur Namen von Menschen eingeschrieben sind.“
Brief an Diognet (Kap. 3)
„Weiterhin hast du, glaube ich, ein großes Verlangen, zu hören, warum die Christen Gott nicht auf dieselbe Weise verehren, wie die Juden.“
Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 10,1)
„Meine Freunde! Ist das alles, was ihr an uns [Christen] tadelt, daß wir nicht nach dem [jüdischen] Gesetz leben, daß wir weder gleich euren Vorfahren das Fleisch beschneiden, noch wie ihr den Sabbat halten?“
Gegen die Häresien IV 25,1
„[Abraham] empfing auch den Bund der Beschneidung nach der Rechtfertigung, die in der Vorhaut des Glaubens gewesen war, damit in ihm beide Testamente im voraus abgebildet würden, und er der Vater aller [Gläubigen] würde […] aus der Beschneidung und derer aus der Vorhaut. So ist auch ‚Christus der Haupteckstein‘ [Epheser 2,20], der alles trägt und in dem Glauben Abrahams die sammelt, die aus beiden Testamenten zum Bau Gottes geeignet sind. Doch der Glauben in der Vorhaut ist zum ersten und letzten geworden, wie er ja auch das Ende mit dem Anfang verbindet. Vor der Beschneidung nämlich war er in Abraham und den anderen Gerechten, die Gott gefielen […]. Und wiederum ist er in den letzten Zeiten in dem Menschengeschlechte durch die Ankunft des Herrn aufgegangen. Die Beschneidung aber und das Zeremonialgesetz nahmen die mittleren Zeiten ein.“
Welcher Reiche wird gerettet werden? (Kap. 8,2)
„Wenn nämlich das Gesetz des Moses fähig gewesen wäre, ewiges Leben zu gewähren, so war es überflüssig, daß der Heiland selbst kommt und unsertwegen leidet, indem er von der Geburt bis zum Kreuze das ganze menschliche Leben durchläuft […]“