„Wir sagen, dass Frauen, die Arzneimittel anwenden, um eine Abtreibung herbeizuführen, Mord begehen. Ebenso sagen wir, dass sie sich vor Gott für die Abtreibung verantworten müssen. Mit welcher Begründung könnten wir also selbst Mord begehen? Denn es kann nicht Sache ein und derselben Person sein, bereits den Fötus im Mutterleib als ein geschaffenes Wesen und damit als Gegenstand der Fürsorge Gottes anzusehen und ihn dann, sobald er ins Leben getreten ist, zu töten. Wir lehren außerdem, dass es Unrecht ist, einen Säugling auszusetzen. Denn wer Säuglinge aussetzt, macht sich des Kindermordes schuldig.“
Bittschrift für die Christen (Kap. 35)
abgefasst um 175 n. Chr. von Athenagoras von Athen- The Ante-Nicene Fathers, Bd. 2, S. 147.
- ANF