„Als der selige Polykarp zur Zeit des Anicetus in Rom zu Besuch war, […] waren sie sogleich einander wohlgesinnt und wollten nicht, dass irgendein Streit zwischen ihnen über diese Sache [scil. die Beobachtung von Ostern] aufkomme. Denn Anicetus konnte Polykarp nicht dazu bewegen, die Beobachtung [seiner Osterbräuche] aufzugeben, weil diese Dinge stets von Johannes, dem Jünger unseres Herrn, und von anderen Aposteln, mit denen er verkehrt hatte, gehalten worden waren. Polykarp wiederum vermochte Anicetus nicht dahin zu bringen, [Ostern auf seine Weise] zu halten, denn Anicetus behauptete, er sei verpflichtet, an der Praxis der Presbyter festzuhalten, die ihm vorangegangen waren. Und in diesem Zustand der Dinge hatten sie Gemeinschaft miteinander.“
Fragmente der verlorenen Schriften von Irenäus III
abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon- The Ante-Nicene Fathers, Bd. 1, Grand Rapids 1885, S. 569.
- ANF