Der Hirte des Hermas (Gleichnis 9, Kap. 12,1–2)

„‚Der Felsen und das Tor bedeuten den Sohn Gottes.‘ ‚Wie aber, o Herr, kommt es, daß der Felsen alt […] ist?‘ ‚Merke auf und begreife es, du Unverständiger. [2] Der Sohn Gottes ist älter als seine ganze Schöpfung, so daß er auch der Ratgeber seines Vaters bei seiner Schöpfung sein konnte; deshalb ist er (der Felsen) auch alt.‘“

Zweite Apologie 5 [6]

„Sein Sohn aber, der allein im eigentlichen Sinne sein Sohn heißt, der Logos, der vor aller Schöpfung in ihm war und der gezeugt wurde, als er im Anfange alles durch ihn schuf und ordnete, wird Christus genannt, weil er gesalbt wurde und Gott durch ihn alles ordnete, […] er ist Mensch geworden, nach dem Willen Gottes des Vaters zur Welt gekommen für die gläubigen Menschen und zum Sturze der Dämonen, wie ihr noch jetzt aus dem ersehen könnt, was vor euren Augen geschieht.“

Bittschrift für die Christen (Kap. 10)

„Denn jener eine ist unser Gott, der da ungeworden und ewig ist, unsichtbar, unwandelbar, unbegreiflich, unfaßbar, nur mit Verstand und Vernunft erkennbar […], von dem durch sein Wort das All geschaffen und geordnet ist und regiert wird. Indes kennen wir auch einen Sohn Gottes […]; der Sohn Gottes ist das Wort (Logos) des Vaters […]; denn nach ihm und durch ihn ist alles gemacht; Vater und Sohn sind eins. […] der Sohn [ist] im Vater und der Vater im Sohne […] durch die Einheit und Kraft des Geistes […]: Er ist dem Vater das Erst-Erzeugte, nicht als ob er geworden wäre; denn von jeher hatte Gott als ewiger Gedanke selbst das Wort in sich, da er nie ohne das Wort ist; sondern der Sohn ist hervorgegangen, um für alles Körperliche […] schöpferische Kraft zu sein.“