Bittschrift für die Christen (Kap. 10)

abgefasst um 175 n. Chr. von Athenagoras von Athen

„Denn jener eine ist unser Gott, der da ungeworden und ewig ist, unsichtbar, unwandelbar, unbegreiflich, unfaßbar, nur mit Verstand und Vernunft erkennbar […], von dem durch sein Wort das All geschaffen und geordnet ist und regiert wird. Indes kennen wir auch einen Sohn Gottes […]; der Sohn Gottes ist das Wort (Logos) des Vaters […]; denn nach ihm und durch ihn ist alles gemacht; Vater und Sohn sind eins. […] der Sohn [ist] im Vater und der Vater im Sohne […] durch die Einheit und Kraft des Geistes […]: Er ist dem Vater das Erst-Erzeugte, nicht als ob er geworden wäre; denn von jeher hatte Gott als ewiger Gedanke selbst das Wort in sich, da er nie ohne das Wort ist; sondern der Sohn ist hervorgegangen, um für alles Körperliche […] schöpferische Kraft zu sein.“