Wider die Heiden II 14

abgefasst um 305 n. Chr. von Arnobius der Ältere

„Und um das Unbekannte offenbar zu machen, dies ist der wirkliche Tod des Menschen, jener, der nichts zurücklässt. Denn das, was mit den Augen gesehen wird, ist lediglich eine Trennung der Seele vom Leib, nicht das finale Ende – die Vernichtung: Dies, sage ich, ist der wirkliche Tod des Menschen, wenn die Seelen, welche Gott nicht kennen, in langanhaltender Qual von wütendem Feuer verzehrt werden, in welches gewisse überaus grausame Wesen sie werfen werden, die vor Christus unbekannt waren und erst durch Seine Weisheit ans Licht gebracht wurden.“

Wider die Heiden II 61

abgefasst um 305 n. Chr. von Arnobius der Ältere

„Eure eigenen Interessen stehen auf dem Spiel – ich meine das Heil eurer Seelen; und wenn ihr euch nicht darum bemüht, den Höchsten Gott kennenzulernen, erwartet euch, sobald ihr von den Fesseln des Leibes befreit seid, ein grausamer Tod, der keine plötzliche Vernichtung bringt, sondern durch die Bitterkeit seiner schweren und langanhaltenden Strafe zugrunde richtet.“

Wider die Heiden I 31

abgefasst um 305 n. Chr. von Arnobius der Ältere

„Aber vielleicht wagt es jemand – denn nur dies bleibt dem rasenden Wahnsinn noch zu tun –, ungewiss zu sein und Zweifel daran zu äußern, ob jener Gott existiert oder nicht; ob der Glaube an Ihn auf der erwiesenen Wahrheit zuverlässiger Belege beruht oder auf den Einbildungen eines leeren Gerüchts. Denn von denen, die sich dem Philosophieren hingegeben haben, haben wir gehört, dass einige die Existenz jeder göttlichen Macht leugnen, andere täglich untersuchen, ob es eine solche gibt oder nicht; und wieder andere den gesamten Bau des Weltalls durch zufällige Ereignisse und regelloses Aufeinanderprallen entstehen lassen und ihn aus dem Zusammentreffen verschieden geformter Atome bilden; mit diesen beabsichtigen wir keineswegs, uns jetzt auf eine Erörterung derart verkehrter Überzeugungen einzulassen. Denn die, welche vernünftig denken, sagen, dass es ein Zeichen noch größerer Torheit ist, gegen offenkundig törichte Dinge zu argumentieren.“