„Ptolemäus mit dem Beinamen Philadelphus war der dritte Herrscher seit Alexander, dem Eroberer Aegyptens […] Dieser König also bekam Interesse und Verlangen nach unserer Gesetzgebung und beschloss den chaldäischen Text in die hellenische Sprache zu übertragen. Sofort schickte er Gesandte an den Hohenpriester und König des jüdischen Landes […], teilte ihm seine Absicht mit und forderte ihn auf, die tüchtigsten Männer auszuwählen, die das Gesetz übersetzen könnten. Dieser […] sucht die angesehensten seiner Hebräer aus […] und sendet sie mit Vergnügen dahin. […] Sie nehmen die heiligen Bücher und erheben zugleich mit ihnen die Hände zum Himmel empor und bitten Gott, dass sie in ihrem Vorhaben nicht fehlgehen mögen. Und Gott erhört ihre Gebete, damit […] die gesamte Menschheit davon Nutzen habe […]. In Abgeschiedenheit […] verdolmetschten sie wie unter göttlicher Eingebung […] alle in den gleichen Ausdrücken für Begriffe und Handlungen, als ob jedem von ihnen unsichtbar ein Lehrer diktierte.“
Zitate
Barnabasbrief (Kap. 6,4–7)
„Ferner aber sagt der Prophet: ‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden [Psalm 118,22].‘ Und weiter sagt er: ‚Dies ist der große und wunderbare Tag, den der Herr gemacht hat [Psalm 118,24].‘ [5] Ich schreibe euch recht einfach, damit ihr (es) versteht, ich, der Abschaum eurer Liebe. [6] Was sagt nun der Prophet weiter? ‚Umstellt hat mich eine Rotte von Übeltätern, umringt haben sie mich wie die Bienen die Wabe [Psalm 22,17; 118,12], und um mein Gewand warfen sie das Los [Psalm 22,19].‘ [7] Da er sich also im Fleisch offenbaren und leiden sollte, wurde das Leiden im voraus offenbart. Der Prophet sagt nämlich über Israel: ‚Wehe ihrer Seele, denn sie haben einen bösen Ratschluß gefaßt, (der sich) gegen sie selbst (richtet), indem sie sagten: Wir wollen den Gerechten binden, weil er uns unerträglich ist [Jesaja 3,9–10; Weisheit 2,12].‘“
Barnabasbrief (Kap. 19,9)
„Werde nicht einer, der zum Nehmen zwar die Hände ausstreckt, aber zum Geben (sie) verschließt [Sirach 4,31]. Wie deinen Augapfel liebe jeden, der dir das Wort des Herrn sagt.“
Didache (Kap. 9,5)
„Aber keiner darf essen oder trinken von eurer Eucharistie, außer die auf den Namen des Herrn getauft sind. Denn auch hierüber hat der Herr gesagt: ‚Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben‘ [Matthäus 7,6].“
Barnabasbrief (Kap. 11,1)
„Untersuchen wir aber, ob es dem Herrn gefallen hat, im voraus über das Wasser und das Kreuz Offenbarung zu geben. Über das Wasser ist nämlich in bezug auf Israel geschrieben, wie sie die Taufe, die Sündenvergebung bringt, nicht annehmen, sondern sich selbst (etwas) bauen werden.“
Barnabasbrief (Kap. 11,8.11)
„Selig (sind die), die in der Hoffnung auf das Kreuz in das Wasser hinabgestiegen sind […]: Voll Sünden und Schmutz steigen wir in das Waser hinab, und wir steigen heraus, Frucht bringend im Herzen, da wir im Geist Furcht und Hoffnung auf Jesus haben.“
Didache 7,1–4
„[…] tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit lebendigem Wasser. [2] Wenn du aber kein lebendiges Wasser hast, taufe in anderem Wasser. Wenn du aber nicht mit kaltem Wasser (taufen) kannst, (dann) mit warmem. [3] Wenn du aber beides nicht hast, dann gieße auf den Kopf dreimal Wasser auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. [4] Vor der Taufe aber sollen der Täufer und der Täufling fasten und wenn möglich einige andere. Du befiehlst aber dem Täufling, vorher zu fasten einen oder zwei (Tage).“
Didache 4,5
„Sei nicht einer, der zum Nehmen die Hände ausstreckt, zum Geben aber einzieht [Sirach 4,31].“
Barnabasbrief (Kap. 5,5)
„[…] er [ist] der Herr der ganzen Welt […], zu dem Gott bei der Grundlegung der Welt gesagt hatte: ‚Laßt uns einen Menschen machen nach unserem Bilde und unserer Gestalt‘ [Genesis 1,26] […]“
1. Clemensbrief (Kap. 46,6)
„[…] wir [haben] einen Gott […], einen Christus, einen Geist der Gnade, der über uns ausgegossen ist, und […] eine Berufung […] in Christus […]“
Zweiter Clemensbrief (Kap. 1,1)
„Brüder, wir müssen von Jesus Christus so denken wie von Gott, wie vom Richter der Lebenden und Toten; und wir dürfen nicht gering denken von unserer Rettung.“
1. Clemensbrief (Kap. 32,4)
„Und auch wir, die wir durch seinen Willen in Christus Jesus berufen sind, werden nicht durch uns selbst gerechtfertigt noch durch unsere Weisheit oder Einsicht oder Frömmigkeit oder durch die Werke, die wir vollbracht haben in der Heiligkeit des Herzens, sondern durch den Glauben, durch den alle von Anbeginn an der allmächtige Gott gerechtfertigt hat. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“
1. Clemensbrief (Kap. 2,1)
„Alle waret ihr demütiger Gesinnung, fern jeder Überhebung, lieber Untergebene als Gebieter, freudiger zum Geben als zum Nehmen [Sirach 4,31]; ihr waret zufrieden mit den Gütern, die Christus für den Lebensweg euch gab und auf sie bedacht; seine Worte habt ihr gar sorgfältig eingeschlossen in euer Inneres (Herz), und seine Leiden standen euch vor Augen.“
1. Clemensbrief (Kap. 2,4)
„Ein Wetteifer war unter euch Tag und Nacht zum Frommen der ganzen Gemeinde von Brüdern, auf daß mit Erbarmen und Gewissenhaftigkeit die Zahl seiner Auserwählten gerettet werde.“
1. Clemensbrief (Kap. 44,1–3)
„Auch unsere Apostel wußten durch unseren Herrn Jesus Christus, daß Streit entstehen werde um die Bischofswürde. [2] Aus diesem Grunde setzten sie auch, da sie eine genaue Kenntnis hiervon zum voraus erhalten hatten, die oben Genannten ein und gaben ihnen dazu Auftrag, daß, wenn sie entschlafen wären, andere erprobte Männer ihren Dienst übernähmen. [3] Die also von jenen oder hernach von anderen ausgezeichneten Männern unter Zustimmung der ganzen Gemeinde eingesetzten (Bischöfe), die das Hirtenamt Christi in Demut untadelig, ruhig, uneigennützig verwaltet haben, die lange Zeit hindurch von allen ein gutes Zeugnis erhalten haben, diese von ihrem heiligen Amte abzusetzen, ist nach unserer Ansicht ein Unrecht.“
1. Clemensbrief (Kap. 40,1–2.4)
„[…] wir [müssen] alles ordnungsgemäß tun, was der Herr an bestimmten Zeiten zu erfüllen angeordnet hat. [2] Er wollte, daß Opfer und Gottesdienst gehalten werde, aber nicht aufs Geratewohl und ohne Ordnung solle es geschehen, sondern zu festgesetzten Zeiten und Stunden. […] [4] Die nun ihre Opfer darbringen zur vorgeschriebenen Zeit, sind wohlgefällig und selig; denn wenn sie den Gesetzen des Herrn nachkommen, sündigen sie nicht.“
Ignatius an die Epheser (Kap. 18,2)
„Denn unser Gott, Jesus der Christus, wurde von Maria empfangen, nach dem Heilsplan Gottes zwar aus dem Samen Davids, aber vom Heiligen Geiste; er wurde geboren und getauft, damit er durch das Leiden das Wasser reinige.“
Ignatius an die Philadelphier (Kap. 6,1)
„Wenn aber bei euch einer judaistische Lehren verkündigt, so höret nicht auf ihn! Denn es ist besser, von einem Beschnittenen das Christentum zu hören, als von einem Unbeschnittenen judaistische Lehren. Wenn aber beide nichts von Jesus Christus reden, dann sind sie für mich wie Grabsäulen und Totenkammern, auf denen nur Namen von Menschen eingeschrieben sind.“
Ignatius an die Römer (Kap. 7,3)
„Ich habe keine Freude an vergänglicher Speise noch auch an den Vergnügungen dieses Lebens. Gottes Brot [Johannes 6,33] will ich, das ist das Fleisch Jesu Christi, der aus dem Samen Davids [Johannes 7,42; Römer 1,3; 2. Timotheus 2,8] (stammt), und als Trank will ich sein Blut, das unvergängliche Liebe ist.“
Ignatius an die Magnesier (Kap. 8,1)
„Lasset euch nicht verführen durch die falschen Lehren und die alten Sagen, die nichts nützen; denn wenn wir bis jetzt nach dem Judentum leben, gestehen wir zu, daß wir die Gnade nicht empfangen haben.“