„Gott ist also Mensch geworden, und der Herr selbst wird uns erlösen, indem er das Zeichen der Jungfrau gibt. Falsch ist daher die Deutung derer, die da wagen, die Schrift so zu erklären: Siehe, ein Mädchen wird im Leibe haben und einen Sohn gebären. So übersetzen es Theodotion aus Ephesus und Aquila aus Pontus, beides jüdische Proselyten; ihnen folgen die Ebioniten, die da sagen, er sei der natürliche Sohn Josephs. Damit zerstören sie die großartigen Heilspläne Gottes, soviel an ihnen ist, und vernichten das Zeugnis der Propheten, das Gott kundgetan hat.“
Göttlichkeit Christi
Apologetikum (Kap. 21)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Allein wir schämen uns Christi nicht, wir freuen uns vielmehr nach seinem Namen benannt und um seinetwillen verurteilt zu werden; auch haben wir darum keine andere Auffassung von Gott [als die Juden]. Es ist also notwendig, über Christus, insofern er Gott ist, einiges Wenige zu sagen.“
1. Canon: Über den hl. Glauben
abgefasst um 200 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Vor Allem müssen wir unsere Rede mit dem heiligen, rechten Glauben beginnen, der da ist an unsern Herrn Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Wir haben Dieses aufgestellt zur Bezeugung des Glaubens und bekennen freiwillig, in der Wahrheit beharrend, die Dreifaltigkeit, welche in Allem gleich an Ehre, gleich an Herrlichkeit ist und weder Anfang noch Ende hat. Das Wort ist der Sohn Gottes, der da ist der Schöpfer jeder Creatur, der sichtbaren wie der unsichtbaren.“
Gegen Celsus IV 15
abgefasst um 248 n. Chr. von Origenes„Jenes Wesen aber, das zu den Menschen herabstieg, ‚war in Gottes Gestalt‘; und aus Liebe zu den Menschen ‚entäußerte er sich selbst‘ [Philipper 2,6–7], damit er der menschlichen Fassungskraft erreichbar wäre.“