Erste Apologie (Kap. 66)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Niemand darf [an der Eucharistie] teilnehmen, als wer unsere Lehren für wahr hält, das Bad zur Nachlassung der Sünden und zur Wiedergeburt empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt. Denn nicht als gemeines Brot und als gemeinen Trank nehmen wir [die Eucharistie]; sondern wie Jesus Christus […] Fleisch und Blut um unseres Heiles willen … Weiterlesen

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 5,3)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„[…] die ungerechten und bösen Seelen […] [bleiben] an einem weniger guten Orte, wo sie dann die Zeit des Gerichtes abwarten. Die einen also, welche gotteswürdig erscheinen, sterben nicht mehr, die anderen werden bestraft, so lange Gott will, daß sie noch existieren und bestraft werden.“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 80,5)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Ich aber und die Christen, soweit sie in allem rechtgläubig sind, wissen, daß es eine Auferstehung des Fleisches gibt, und daß tausend Jahre kommen werden in dem aufgebauten, geschmückten und vergrößerten Jerusalem, wovon die Propheten Ezechiel und Isaias und die übrigen sprechen.“

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 6,1–2)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Die Seele aber hat Anteil am Leben, weil Gott will, daß sie lebe. [2] So wird sie nun auch dereinst nicht Anteil haben, wenn nicht Gott will, daß sie lebe. […] Im Gegenteil, gerade so wie der Mensch nicht immer existiert und nicht immer der Körper mit der Seele verbunden ist, sondern die Seele dann, … Weiterlesen

Rede an die Bekenner des Griechentums (Kap. 29,3–4)

abgefasst um 160 n. Chr. von Tatian der Assyrer

„Und es fügte sich, daß diese Schriften mich überzeugten durch die Schlichtheit ihres Stils, durch die Anspruchslosigkeit ihrer Verfasser, durch die wohlverständliche Darstellung der Weltschöpfung, durch die Voraussicht der Zukunft, die Ungewöhnlichkeit der Vorschriften und die Zurückführung aller Dinge auf einen Herrn: [4] sie haben meine Seele über Gott belehrt und ich verstand, daß die … Weiterlesen

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 120,5)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„So habe ich auch meine christologischen Lehren nicht begründen wollen mit Schriftstellen, welche ihr [Juden] nicht anerkennt […]. Ich habe sie vielmehr bewiesen mit den von euch bis jetzt anerkannten Stellen. Wenn eure Lehrer diese Schriftstellen verstanden hätten, dann hätten sie ganz gewiß für ihre Beseitigung gesorgt […]“

Brief an Diognet (Kap. 7)

abgefasst um 160 n. Chr. von Mathetes

„[…] der allmächtige Schöpfer und unsichtbare Gott selbst, er hat wahrhaftig die Wahrheit und sein heiliges und unfaßbares Wort vom Himmel her unter den Menschen Wohnung nehmen lassen […], indem er nicht, wie man erwarten sollte, den Menschen einen Diener schickte, etwa einen Engel oder einen Fürsten oder einen von denen, die mit der Verwaltung … Weiterlesen

Dialog mit dem Juden Tryphon (Kap. 79,4)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Ferner ist uns von Moses im Anfang der Genesis aufgeschrieben, daß eine Schlange die Eva betrogen habe, und daß sie verflucht worden sei. Wir wissen, daß in Ägypten Magier versuchten, die von Gott durch den treuen Diener Moses gewirkten Wunder nachzumachen. Auch ist euch bekannt, daß nach der Erklärung Davids die Götter der Heiden Dämonen … Weiterlesen

Zweite Apologie 5 [6]

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Sein Sohn aber, der allein im eigentlichen Sinne sein Sohn heißt, der Logos, der vor aller Schöpfung in ihm war und der gezeugt wurde, als er im Anfange alles durch ihn schuf und ordnete, wird Christus genannt, weil er gesalbt wurde und Gott durch ihn alles ordnete, […] er ist Mensch geworden, nach dem Willen … Weiterlesen

Erste Apologie (Kap. 28)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„Und er hat von Anbeginn das Menschengeschlecht mit Vernunft begabt und mit der Fähigkeit geschaffen, das Wahre zu erwählen und das Gute zu tun, so daß die Menschen samt und sonders vor Gott keine Entschuldigung haben, weil sie als vernünftige und erkenntnisfähige Wesen auf die Welt gekommen sind.“

Rede an die Bekenner des Griechentums (Kap. 11,6)

abgefasst um 160 n. Chr. von Tatian der Assyrer

„Wir sind nicht zum Sterben geboren: wir sterben durch eigene Schuld. Zugrunde gerichtet hat uns die Freiheit unseres Willens: Sklaven sind wir geworden, die wir frei waren, und durch die Sünde sind wir verkauft. Nichts Böses ist von Gott geschaffen, die Bosheit haben erst wir hervorgebracht: aber die sie hervorgebracht, können sie auch wieder abtun.“

Brief an Diognet (Kap. 8)

abgefasst um 160 n. Chr. von Mathetes

„Denn welcher Mensch wußte überhaupt, was Gott ist, ehe er selbst erschien? Oder willst du die gehaltlosen und läppischen Erklärungen jener ‚unfehlbaren‘ Philosophen annehmen, von denen die einen sagen, Gott sei Feuer – wohin sie selbst wandern werden, das nennen sie Gott –, die andern, er sei Wasser oder ein anderes der von Gott geschaffenen … Weiterlesen

Erste Apologie (Kap. 63)

abgefasst um 160 n. Chr. von Justin der Märtyrer

„[…] der Vater des Alls [hat] einen Sohn […], der als Gottes Logos und Erstgeborener auch Gott ist. Früher ist dieser in Feuersgestalt und auch unkörperlich dem Moses und den übrigen Propheten erschienen; jetzt aber […] ist er […] nach des Vaters Willen zum Heile seiner Gläubigen durch eine Jungfrau Mensch geworden und hat Verachtung … Weiterlesen