Die Prozeßeinreden gegen die Häretiker (Kap. 33)

abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„[…] ich [füge] noch […] eine Musterung jener Doktrinen [hinzu], […] auf welche diese selbigen Apostel hinwiesen und den Fluch legten. Denn so werden sie leichter widerlegt, wenn sie als solche ertappt werden, die schon damals existierten […]. Im ersten Korintherbriefe brandmarkt Paulus die Leugner und Bezweifler der Auferstehung [Kap. 15,12]. Diese Lehrmeinung gehört eigentlich … Weiterlesen

Apologetikum (Kap. 9)

abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Eure Verirrung möge schamrot werden vor uns Christen, die wir nicht einmal Tierblut unter unsern Speisegerichten haben und uns deshalb von Ersticktem und Krepiertem enthalten, damit wir auf keine Weise mit Blut befleckt werden, auch nicht einmal mit dem im Leibe verborgenen. Zur Quälerei der Christen bringt ihr [Heiden] ja auch noch Blutwürste herbei, sicherlich … Weiterlesen

Apologetikum (Kap. 4)

abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Doch es war ja früher Gesetz, daß die Verurteilten von ihren Gläubigern in Stücke geschnitten wurden, und dennoch wurde später mit allgemeiner Zustimmung diese Grausamkeit abgeschafft und die Todesstrafe in eine Strafe der Infamie verwandelt. Der angewandte Zwangsverkauf der Güter wollte lieber einem Menschen das Blut ins Gesicht treiben, als es vergießen. Wie viele Gesetze, … Weiterlesen

Über die Taufe (Kap. 18)

abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Der Herr hat freilich gesagt: ‚Wehret [den Kindern] nicht, zu mir zu kommen‘ [Matthäus 19,14]. Sie sollen demnach auch kommen, wenn sie herangewachsen sind; sie sollen kommen, wenn sie gelernt haben, wenn sie darüber belehrt sind, wohin sie gehen sollen: sie mögen Christen werden, sobald sie imstande sind, Christum zu kennen.“

Über die Taufe (Kap. 17)

abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Der tolle Übermut von Weibern aber, der sich vermessen hat, lehren zu wollen, wird sich hoffentlich nicht auch das Recht zu taufen aneignen […]. Wie wahrscheinlich wäre es wohl, daß der, welcher dem Weibe beharrlich die Erlaubnis zu lehren verweigert hat, ihm die Macht, zu lehren und zu taufen, sollte eingeräumt haben?“

Dialog Octavius (Kap. 34,9–10)

abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix

„Wer ist übrigens so töricht und beschränkt, um einen Widerstreit gegen den Satz zu wagen, daß der Mensch von Gott ebenso neu geschaffen werden könne, wie er das erste Mal von Gott geschaffen werden konnte […]. Im Gegenteil, es ist schwieriger, dem, was noch nicht ist, einen Anfang zu geben, als das, was bereits vorhanden … Weiterlesen

Dialog Octavius (Kap. 34,10)

abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix

„Du meinst, es gehe etwas auch für Gott verloren, wenn es unseren schwachen Augen entrückt ist? Jeder Körper, mag er nun zu Staub verdorren […] oder zu Asche zerfallen […], wird bloß uns entzogen, aber für Gott, den Erhalter der Elemente, ist er noch da. Wir fürchten auch nicht […] irgendeinen Verlust durch die Art … Weiterlesen

1. Canon: Über den hl. Glauben

abgefasst um 200 n. Chr. von Hippolyt von Rom

„Vor Allem müssen wir unsere Rede mit dem heiligen, rechten Glauben beginnen, der da ist an unsern Herrn Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Wir haben Dieses aufgestellt zur Bezeugung des Glaubens und bekennen freiwillig, in der Wahrheit beharrend, die Dreifaltigkeit, welche in Allem gleich an Ehre, gleich an Herrlichkeit ist und weder Anfang … Weiterlesen

Dialog Octavius (Kap. 36,1–2)

abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix

„Suche sich niemand mit einem Verhängnis zu trösten oder sein Endschicksal zu entschuldigen. […] [2] Was ist denn das Verhängnis anderes, als was Gott über einen jeden von uns bestimmt hat. Da er unseren Charakter zum voraus kennt, bestimmt er entsprechend den Verdiensten und Eigenschaften der einzelnen auch ihre Geschicke. So wird an uns nicht … Weiterlesen

Dialog Octavius (Kap. 34,10–12)

abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix

„Du meinst, es gehe etwas auch für Gott verloren, wenn es unseren schwachen Augen entrückt ist? Jeder Körper, mag er nun zu Staub verdorren oder in Feuchtigkeit sich auflösen oder zu Asche zerfallen oder in Fettdampf sich verflüchtigen, wird bloß uns entzogen, aber für Gott, den Erhalter der Elemente, ist er noch da. […] [11] … Weiterlesen

Gegen die Häresie eines gewissen Noetus (Kap. 9)

abgefasst um 205 n. Chr. von Hippolyt von Rom

„Es gibt, Brüder, einen Gott, dessen Erkenntnis wir aus den Heiligen Schriften gewinnen und aus keiner anderen Quelle. Denn so, wie ein Mensch, der in der Weisheit dieser Welt geübt sein will, dieselbe auf keine andere Wei­se erlangen kann als dadurch, dass er sich mit den Lehrsätzen der Philosophen vertraut macht, so werden auch wir … Weiterlesen

Gegen Marcion I 27

abgefasst um 207 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Es ist [von Häretikern/Irrlehrern] ein besserer Gott entdeckt worden, der weder beleidigt werden, noch zürnen und ahnden kann, der kein Feuer in der Hölle lodern lässt, bei dem uns kein Zähneknirschen in der äussersten Finsternis in Schrecken setzt; denn er ist ausschliesslich gut. Infolge davon verbietet er zwar die Sünde, aber bloss auf dem Papiere. … Weiterlesen

Über die Auferstehung des Fleisches (Kap. 27)

abgefasst um 210 n. Chr. von Tertullian von Karthago

„Wenn wir lesen: ‚Tritt ein mein Volk, in deine Vorratskammern … einen Augenblick, bis mein Zorn vorüber ist‘ [Jesaja 26,20], so werden die Vorratskammern wohl die Gräber sein, in welchen diejenigen eine kurze Zeit zu ruhen haben, die am Ende der Welt unter dem letzten Zorne durch die Gewalt des Antichrists umkommen. […] Denn aus … Weiterlesen