„Der tolle Übermut von Weibern aber, der sich vermessen hat, lehren zu wollen, wird sich hoffentlich nicht auch das Recht zu taufen aneignen […]. Wie wahrscheinlich wäre es wohl, daß der, welcher dem Weibe beharrlich die Erlaubnis zu lehren verweigert hat, ihm die Macht, zu lehren und zu taufen, sollte eingeräumt haben?“
Über den weiblichen Putz II 9
abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Wir sind von Gott vor Erschaffung der Welt für das Ende der Zeiten bestimmt.“
Dialog Octavius (Kap. 34,9–10)
abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix„Wer ist übrigens so töricht und beschränkt, um einen Widerstreit gegen den Satz zu wagen, daß der Mensch von Gott ebenso neu geschaffen werden könne, wie er das erste Mal von Gott geschaffen werden konnte […]. Im Gegenteil, es ist schwieriger, dem, was noch nicht ist, einen Anfang zu geben, als das, was bereits vorhanden war, wieder ins Dasein zu rufen. [10] Du meinst, es gehe etwas auch für Gott verloren, wenn es unseren schwachen Augen entrückt ist? Jeder Körper, mag er nun zu Staub verdorren oder in Feuchtigkeit sich auflösen oder zu Asche zerfallen oder in Fettdampf sich verflüchtigen, wird bloß uns entzogen, aber für Gott, den Erhalter der Elemente, ist er noch da.“
Dialog Octavius (Kap. 30,6)
abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix„[…] es [ist uns] nicht einmal gestattet, ein Menschenmorden anzusehen oder anzuhören; ja so sehr haben wir Scheu vor Menschenblut, daß wir nicht einmal das Blut eßbarer Tiere unter unseren Speisen kennen.“
Dialog Octavius (Kap. 34,10)
abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix„Du meinst, es gehe etwas auch für Gott verloren, wenn es unseren schwachen Augen entrückt ist? Jeder Körper, mag er nun zu Staub verdorren […] oder zu Asche zerfallen […], wird bloß uns entzogen, aber für Gott, den Erhalter der Elemente, ist er noch da. Wir fürchten auch nicht […] irgendeinen Verlust durch die Art der Totenbestattung, aber wir üben die altehrwürdige und edlere Sitte der Beerdigung.“
1. Canon: Über den hl. Glauben
abgefasst um 200 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Vor Allem müssen wir unsere Rede mit dem heiligen, rechten Glauben beginnen, der da ist an unsern Herrn Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Wir haben Dieses aufgestellt zur Bezeugung des Glaubens und bekennen freiwillig, in der Wahrheit beharrend, die Dreifaltigkeit, welche in Allem gleich an Ehre, gleich an Herrlichkeit ist und weder Anfang noch Ende hat. Das Wort ist der Sohn Gottes, der da ist der Schöpfer jeder Creatur, der sichtbaren wie der unsichtbaren.“
Das Buch über Christus und den Antichrist (Kap. 61)
abgefasst um 200 n. Chr. von Hippolyt von Rom„‚Und da gesehen der Drache, daß er geworfen auf die Erde, verfolgte er das Weib. Und dem Weibe wurden gegeben zwei Flügel des großen Adlers, damit es fliege in die Wüste, wo es genährt wird eine Zeit, Zeiten und die Hälfte einer Zeit, fort aus dem Angesicht der Schlange‘ [Offb 12,13–14] sagt er ferner. Dieses sind die tausend zweihundert und sechzig Tage, die Hälfte der Woche, in denen der Tyrann herrschen und die Kirche verfolgen wird, während sie von Stadt zu Stadt flieht, sich in der Wüste, in den Bergen verbirgt und ihr nichts Anderes geblieben ist als die beiden Flügel des großen Adlers, d. i. der Glauben an Jesus Christus […]“
Dialog Octavius (Kap. 36,1–2)
abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix„Suche sich niemand mit einem Verhängnis zu trösten oder sein Endschicksal zu entschuldigen. […] [2] Was ist denn das Verhängnis anderes, als was Gott über einen jeden von uns bestimmt hat. Da er unseren Charakter zum voraus kennt, bestimmt er entsprechend den Verdiensten und Eigenschaften der einzelnen auch ihre Geschicke. So wird an uns nicht unser angeborenes Naturell bestraft, sondern unsere Geistesrichtung.“
Dialog Octavius (Kap. 34,10–12)
abgefasst um 200 n. Chr. von Minucius Felix„Du meinst, es gehe etwas auch für Gott verloren, wenn es unseren schwachen Augen entrückt ist? Jeder Körper, mag er nun zu Staub verdorren oder in Feuchtigkeit sich auflösen oder zu Asche zerfallen oder in Fettdampf sich verflüchtigen, wird bloß uns entzogen, aber für Gott, den Erhalter der Elemente, ist er noch da. […] [11] Schau ferner, wie zu unserem Trost die ganze Natur auf die künftige Auferstehung anspielt. Die Sonne geht unter und wieder auf; die Sterne schwinden und kommen wieder, die Blumen sterben ab und leben wieder auf, die Gesträucher bekommen wieder junges Laub, nachdem sie entblättert waren, und nur aus verwestem Samen keimt neues Leben. So ist’s mit dem Körper in der Zeitlichkeit wie mit den Blumen im Winter: sie verbergen frische Lebenskraft hinter scheinbarer Erstarrung. [12] Was verlangst du so ungeduldig, daß er schon bei Winterfrost wiederauflebe und zurückkehre? Wir müssen auch für den Körper den Frühling abwarten.“
Gegen Hermogenes (Kap. 11)
abgefasst um 200 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Wofern aber das Böse ein Ende haben wird, sobald sein Fürst in das ewige Feuer wandert, welches Gott ihm und seinen Engeln bereitet hat, nachdem er vorerst in den Abgrundspfuhl verstossen ist, sobald das Offenbarwerden der Kinder Gottes die Schöpfung, die ja der Eitelkeit verfallen ist, von dem Bösen befreit, sobald nach der Wiederherstellung der Unschuld und Unversehrtheit der Schöpfung die zahmen Tiere sich mit den wilden vertragen, die Kinder mit den Schlangen spielen und der Vater dem Sohne seine Feinde, nämlich die Übelthäter, zu Füssen gelegt hat […]“
Arznei gegen Skorpionstich (Kap. 1)
abgefasst um 203 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Uns Christen dient der Glaube als Schutzwehr, wofern er nicht selbst etwa durch Mangel an Vertrauen erschüttert ist, sofort das Kreuzzeichen zu machen […]. Auf diese Weise haben wir sogar Heiden oft Hilfe gebracht, von Gott mit jener Macht begabt, deren sich der Apostel zuerst bediente, als er den Biß der Viper verachtete [Apg 28,3].“
Gegen die Häresie eines gewissen Noetus (Kap. 9)
abgefasst um 205 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Es gibt, Brüder, einen Gott, dessen Erkenntnis wir aus den Heiligen Schriften gewinnen und aus keiner anderen Quelle. Denn so, wie ein Mensch, der in der Weisheit dieser Welt geübt sein will, dieselbe auf keine andere Weise erlangen kann als dadurch, dass er sich mit den Lehrsätzen der Philosophen vertraut macht, so werden auch wir alle, die Frömmigkeit üben wollen, ihre Ausübung von keiner anderen Seite her erlernen können als von den Weissagungen Gottes. Was also die Heiligen Schriften verkünden, auf das wollen wir schauen […]. Nicht nach unserem eigenen Willen noch nach unserem eigenen Sinn, […] sondern so, wie Er beschlossen hat, es durch die Heiligen Schriften zu lehren, so wollen wir es erkennen.“
Kommentare zu Daniel
abgefasst um 205 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Wenn die Zeiten erfüllt sein und in den letzten Tagen die zehn Hörner aus dem Tier hervorgehen werden, dann wird der Antichrist in ihrer Mitte erscheinen. Wenn er Krieg gegen die Heiligen führt und sie verfolgt, dann können wir die Offenbarung des Herrn vom Himmel erwarten.“
Kommentare zu Daniel
abgefasst um 205 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Zu jener Zeit wird große Bedrängnis sein, wie sie seit Anfang der Welt nicht gewesen ist. Denn Menschen werden durch jede Stadt und jedes Land ausgesandt werden, um die Gläubigen zu vernichten – einige in die eine, andere in eine andere Richtung. Und die Heiligen werden vom Westen nach Osten ziehen und unter Verfolgung vom Osten nach Süden vertrieben werden. Andere Heilige jedoch werden sich in den Bergen und Höhlen verbergen. Und das Gräuel wird überall gegen sie Krieg führen. Durch seinen Erlass wird er die Heiligen zu Wasser und Land vernichten. Mit allen verfügbaren Mitteln wird er versuchen, sie aus der Welt auszurotten. Und niemand wird mehr sein Eigentum verkaufen oder von Fremden kaufen können – es sei denn, er wird den Namen des Tieres bei sich tragen und bewahren oder dessen Malzeichen an seiner Stirn tragen.“
Erhaltene Werke und Fragmente von Hippolyt (Über Daniel, Abschnitt II 4)
abgefasst um 205 n. Chr. von Hippolyt von Rom„Der Sabbat ist Vorausbild und Symbol des zukünftigen Reiches der Heiligen, wenn sie mit Christus herrschen werden, nachdem er vom Himmel gekommen ist, wie Johannes in seiner Offenbarung sagt. Denn: ‚Ein Tag ist beim Herrn wie tausend Jahre.‘“
Gegen Marcion I 27
abgefasst um 207 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Es ist [von Häretikern/Irrlehrern] ein besserer Gott entdeckt worden, der weder beleidigt werden, noch zürnen und ahnden kann, der kein Feuer in der Hölle lodern lässt, bei dem uns kein Zähneknirschen in der äussersten Finsternis in Schrecken setzt; denn er ist ausschliesslich gut. Infolge davon verbietet er zwar die Sünde, aber bloss auf dem Papiere. Es steht ganz bei euch, ob ihr euch zum Gehorsam gegen ihn verpflichten wollt, damit es wenigstens den Schein hat, als hättet ihr Gott die Ehre angethan; denn Furcht verlangt er nicht. Daher brüsten sich denn die Marcioniten auch damit, dass sie ihren Gott ganz und gar nicht fürchten. Wenn er böse wäre, sagen sie, dann würde er gefürchtet, der gute hingegen wird geliebt werden. Wenn du ihn den Herrn nennst und dabei doch sagst, man brauche ihn nicht zu fürchten[,] so ist das ein Unsinn; denn der Name Herr bezeichnet ja eben eine Furcht einflössende Machtstellung.“
Über die Auferstehung des Fleisches (Kap. 27)
abgefasst um 210 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Wenn wir lesen: ‚Tritt ein mein Volk, in deine Vorratskammern … einen Augenblick, bis mein Zorn vorüber ist‘ [Jesaja 26,20], so werden die Vorratskammern wohl die Gräber sein, in welchen diejenigen eine kurze Zeit zu ruhen haben, die am Ende der Welt unter dem letzten Zorne durch die Gewalt des Antichrists umkommen. […] Denn aus den Vorratskammern wird nichts anderes herausgeholt, als was hineingetragen wurde, und die Auferstehung wird nach der Vertilgung des Antichrists vor sich gehen.“
Vom Kranze des Soldaten (Kap. 3)
abgefasst um 211 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Bei jedem Schritt und Tritt, bei jedem Eingehen und Ausgehen, beim Anlegen der Kleider und Schuhe, beim Waschen, Essen, Lichtanzünden, Schlafengehen, beim Niedersetzen und, welche Tätigkeit wir immer ausüben, drücken wir auf unsere Stirn das kleine Zeichen.“
Über die Ehrbarkeit (Kap. 12)
abgefasst um 213 n. Chr. von Tertullian von Karthago„[…] das Verbot des Blutes [aus Apostelgeschichte 15,29] werden wir weit mehr vom Menschenblut verstehen können.“
Über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft IV 1,7
abgefasst um 225 n. Chr. von Origenes„Denn wenn die abgedroschenen menschlichen Beweismittel, in die biblischen Bücher gelegt, die Menschen zu überzeugen vermocht hätten, so würde unser Glaube mit Recht als Menschenweisheit und nicht als Gotteskraft angesehen. Nun aber sieht jeder, der nur die Augen öffnen will, klar, daß die Predigt des Wortes nicht durch Ueberredungskünste der Weisen, sondern durch den Erweis von Geist und Kraft unter dem Volke durchgedrungen ist. […] Jene Weisheit aber wird uns klar aufgehen in der Offenbarung des Geheimnisses, das seit ewigen Zeiten verschwiegen blieb, nun aber geoffenbart ist durch die prophetischen Schriften und durch die Erscheinung unsers Herrn und Heilands Jesu Christi, welchem die Ehre sey in alle Ewigkeiten.“