„Gott ist also Mensch geworden, und der Herr selbst wird uns erlösen, indem er das Zeichen der Jungfrau gibt. Falsch ist daher die Deutung derer, die da wagen, die Schrift so zu erklären: Siehe, ein Mädchen wird im Leibe haben und einen Sohn gebären. So übersetzen es Theodotion aus Ephesus und Aquila aus Pontus, beides jüdische Proselyten; ihnen folgen die Ebioniten, die da sagen, er sei der natürliche Sohn Josephs. Damit zerstören sie die großartigen Heilspläne Gottes, soviel an ihnen ist, und vernichten das Zeugnis der Propheten, das Gott kundgetan hat.“
An Autolykus III 7
abgefasst um 180 n. Chr. von Theophilus von Antiochia„Plato […] behauptet, daß die Seelen […] einiger sogar in Tiere übergehen. Wie sollte Leuten, die Vernunft besitzen, diese seine Lehre nicht schrecklich und gottlos erscheinen, nach der ein Wesen, das einst ein Mensch gewesen, […] ein […] unvernünftiges Tier werden soll? Gleiche Faseleien findet man auch bei Pythagoras, der zudem auch noch die Vorsehung wegdemonstriert […]“
Gegen die Häresien IV 18,5
abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon„[…] wie das von der Erde stammende Brot, wenn es die Anrufung Gottes empfängt, nicht mehr gewöhnliches Brot ist, sondern die Eucharistie, die aus zwei Elementen, einem irdischen und einem himmlischen besteht, so gehören auch unsere Körper, wenn sie die Eucharistie empfangen, nicht mehr der Verweslichkeit an, sondern haben die Hoffnung auf Auferstehung.“
Gegen die Häresien IV 37,4
abgefasst um 180 n. Chr. von Irenäus von Lyon„Wenn also jemand dem Evangelium nicht folgen will, so steht es ihm frei, aber es nützt ihm nicht. Der Mensch kann sich für den Ungehorsam gegen Gott entscheiden und für den Verlust des Guten, zieht sich aber dadurch einen gewaltigen Nachteil und Schaden zu. […] Weil jedoch der Mensch von Anfang an einen freien Willen hat, wie Gott einen freien Willen hat, nach dessen Ebenbild er erschaffen worden ist, so gibt er ihm immer den Rat, das Gute festzuhalten, welches im Gehorsam gegen Gott vollendet wird.“
Der Erzieher III 3
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„Väter, die ihre ausgesetzten Kinder vergessen haben, haben oft unwissentlich Geschlechtsverkehr mit einem Sohn, der sich der Unzucht preisgegeben hat, sowie mit Töchtern, die Prostituierte sind.“
Teppiche I 7,38,3
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„Denn deshalb wurde die Heilige Schrift in die Sprache der Griechen übersetzt, daß sie nie einen Vorwand für ihre Unwissenheit vorschützen könnten, da sie in der Lage waren, auch unsere Lehren zu hören, wenn sie nur wollten.“
Der Erzieher III 2,14
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„[…] wenn das noch unentweihte Denkvermögen nicht von dem Logos erzogen wird, so verirrt es sich in zuchtloses Wesen und erleidet als Lohn für seine Verirrung den Sturz in den Abgrund! Einen Beweis dafür hast du an den Engeln, die wegen vergänglicher Schönheit Gottes Schönheit verließen und den so gewaltigen Sturz vom Himmel auf die Erde erlitten.“
Teppiche VI 9,76
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„[…] denn es geziemt sich wirklich nicht, daß der Freund Gottes, den Gott vor Erschaffung der Welt im voraus dazu bestimmt hat, daß er in die vollkommene Kindschaft aufgenommen werde, noch in Regungen von Lust oder Furcht verfällt und sich mit der Bekämpfung seiner Leidenschaften abmühen muß.“
Welcher Reiche wird gerettet werden? (Kap. 8,2)
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„Wenn nämlich das Gesetz des Moses fähig gewesen wäre, ewiges Leben zu gewähren, so war es überflüssig, daß der Heiland selbst kommt und unsertwegen leidet, indem er von der Geburt bis zum Kreuze das ganze menschliche Leben durchläuft […]“
Teppiche VII 16,93
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„Wer aber willlig ist, sich um des herrlichsten Lohnes willen abzumühen, wird nicht früher von dem Suchen nach der Wahrheit ablassen, als bis er den Beweis von der Heiligen Schrift selbst erhalten hat.“
Teppiche VII 7,49
abgefasst um 195 n. Chr. von Clemens von Alexandria„[…] Opfer [bestehen] in Gebeten und Lobpreisungen und dem Lesen der Heiligen Schrift vor der Mahlzeit, in Psalmen und Gesängen während der Mahlzeit und vor dem Schlafengehen, aber auch nachts wieder in Gebeten.“
Apologetikum (Kap. 4)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Doch es war ja früher Gesetz, daß die Verurteilten von ihren Gläubigern in Stücke geschnitten wurden, und dennoch wurde später mit allgemeiner Zustimmung diese Grausamkeit abgeschafft und die Todesstrafe in eine Strafe der Infamie verwandelt. Der angewandte Zwangsverkauf der Güter wollte lieber einem Menschen das Blut ins Gesicht treiben, als es vergießen. Wie viele Gesetze, die ihr verbessern müßtet, sind auch jetzt noch unbemerkt vorhanden! Gesetzen nämlich dient weder die Zahl ihrer Jahre, noch die hohe Stellung ihrer Urheber zur Empfehlung, sondern allein die Billigkeit. Daher werden sie, sobald sie als ungerecht erkannt sind, mit Recht verurteilt, obwohl sie selbst verurteilen.“
Apologetikum (Kap. 9)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Bei uns ist Mord ein für alle Mal verboten. Deshalb dürfen wir selbst den Fötus im Mutterleib nicht vernichten, solange der Mensch zu seiner Ernährung noch Blut aus anderen Teilen des Körpers empfängt. Eine Geburt zu verhindern ist lediglich eine schnellere Weise, einen Menschen zu töten. Es macht keinen Unterschied, ob man ein Leben nimmt, das bereits geboren wurde, oder eines vernichtet, das noch ungeboren ist.“
Die Prozeßeinreden gegen die Häretiker (Kap. 33)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„[…] ich [füge] noch […] eine Musterung jener Doktrinen [hinzu], […] auf welche diese selbigen Apostel hinwiesen und den Fluch legten. Denn so werden sie leichter widerlegt, wenn sie als solche ertappt werden, die schon damals existierten […]. Im ersten Korintherbriefe brandmarkt Paulus die Leugner und Bezweifler der Auferstehung [Kap. 15,12]. Diese Lehrmeinung gehört eigentlich den Sadduzäern an. Ihre Rolle übernehmen Marcion, Apelles, Valentinus und die etwa noch übrigen Zerstörer der Auferstehungslehre. Im Briefe an die Galater [Kap. 5,2] erteilt er den Beobachtern des Gesetzes und den Verteidigern der Beschneidung eine harte Rüge. Es ist die Häresie Hebions. In der Unterweisung für Timotheus [1. Timotheus 4,3] trifft seine Rüge auch die Verbieter des Heiratens. So lehren aber jetzt Marcion und sein Nachtreter Apelles. Ebenso faßt er die an, welche vorgaben, die Auferstehung sei schon geschehen [2. Timotheus 2,18]. Das behaupten von sich die Valentinianer. Und wenn er dann den Ausdruck ‚endlose Genealogien‘ braucht [1. Timotheus 1,4], so erkennt man darin Valentinus wieder […]“
Apologetikum (Kap. 9)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Eure Verirrung möge schamrot werden vor uns Christen, die wir nicht einmal Tierblut unter unsern Speisegerichten haben und uns deshalb von Ersticktem und Krepiertem enthalten, damit wir auf keine Weise mit Blut befleckt werden, auch nicht einmal mit dem im Leibe verborgenen. Zur Quälerei der Christen bringt ihr [Heiden] ja auch noch Blutwürste herbei, sicherlich doch in der festen Überzeugung, daß gerade das bei ihnen verboten sei, wodurch ihr sie vom rechten Wege abbringen wollt.“
Apologetikum (Kap. 21)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Allein wir schämen uns Christi nicht, wir freuen uns vielmehr nach seinem Namen benannt und um seinetwillen verurteilt zu werden; auch haben wir darum keine andere Auffassung von Gott [als die Juden]. Es ist also notwendig, über Christus, insofern er Gott ist, einiges Wenige zu sagen.“
Apologetikum (Kap. 22)
abgefasst um 197 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Indessen, wie aus gewissen Engeln, die freiwillig gesunken sind, ein noch gesunkeneres Geschlecht von Dämonen geworden ist, das von Gott samt den Urhebern des Geschlechtes […] verdammt wurde, – dieser Hergang wird aus den heiligen Schriften erkannt.“
Über den weiblichen Putz I 3
abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Die Juden können zu deren [scil. 1. Henochbuch] Verwerfung denselben Grund gehabt haben, wie zur Verwerfung alles übrigen, was von Christus handelt. Und es ist fürwahr auch kein Wunder, wenn sie einige Schriften, die von ihm redeten, nicht angenommen haben, da sie ja ihn selbst, der in eigener Person zu ihnen redete, nicht anerkannten. Dazu kommt ferner, daß Henoch bei dem Apostel Judas ein Zeugnis für sich aufzuweisen hat. [Jud 14–15.]“
Über die Taufe (Kap. 17)
abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Der tolle Übermut von Weibern aber, der sich vermessen hat, lehren zu wollen, wird sich hoffentlich nicht auch das Recht zu taufen aneignen […]. Wie wahrscheinlich wäre es wohl, daß der, welcher dem Weibe beharrlich die Erlaubnis zu lehren verweigert hat, ihm die Macht, zu lehren und zu taufen, sollte eingeräumt haben?“
Über den weiblichen Putz II 9
abgefasst um 198 n. Chr. von Tertullian von Karthago„Wir sind von Gott vor Erschaffung der Welt für das Ende der Zeiten bestimmt.“