Vom Gebet (Teil 1, Kap. 6, Abschnitt 3)

abgefasst um 225 n. Chr. von Origenes

„Und in allen seinen vorherigen Anordnungen hat Gott entsprechend seiner Voraussicht einer jeden (künftigen) Tat des freien Willens für eine jede Regung desselben das nach Verdienst vorher bestimmt, was ihr auch seitens der Vorsehung zuteil werden, ferner aber auch nach dem Zusammenhang der künftigen Dinge begegnen wird, wobei für alle künftigen und durch den freien … Weiterlesen

Über die Grundlehren der Glaubenswissenschaft IV 1,7

abgefasst um 225 n. Chr. von Origenes

„Denn wenn die abgedroschenen menschli­chen Beweismittel, in die biblischen Bücher gelegt, die Menschen zu überzeugen vermocht hätten, so würde unser Glaube mit Recht als Menschenweisheit und nicht als Gotteskraft an­gesehen. Nun aber sieht jeder, der nur die Augen öffnen will, klar, daß die Predigt des Wortes nicht durch Ueberredungskünste der Weisen, sondern durch den Erweis … Weiterlesen

Origenes’ Kommentar zu Johannes X 4

abgefasst um 228 n. Chr. von Origenes

„Marcion, so denke ich, hat die heilsamen Worte in verkehrtem Sinne genommen, als er die Geburt Jesu aus Maria verworfen und behauptet hat, nach seiner göttlichen Natur sei er nicht aus Maria geboren. Darum hat er kühn die Stellen aus dem Evangelium getilgt, die solches bezeugen. Und ein gleiches Los scheinen jene erlitten zu haben, … Weiterlesen

Origenes an Africanus

abgefasst um 240 n. Chr. von Origenes

„Lasst uns nun sehen, ob wir in diesen Fällen nicht zu dem Schluss gezwungen sind, dass, während der Heiland einen wahren Bericht über [gewisse Ereignisse] gibt, doch keine der Schriften gefunden werden kann, die beweisen könnten, wovon Er spricht. […] ‚Wenn wir in den Tagen unserer Väter gewesen wären, hätten wir nicht mit ihnen Anteil … Weiterlesen

Gastmahl oder Die Jungfräulichkeit (Rede 8, Abschnitt 16)

abgefasst um 290 n. Chr. von Methodius von Olympus

„Ja, wer dem Menschen den freien Willen abspricht und ihn von unausweichlichen Notwendigkeiten des Schicksals und ungeschriebenen Gesetzen abhängig macht, der lästert Gott selbst, stellt ihn als Urheber und Schöpfer der menschlichen Sünden hin. […] Allein Gott ist keinem eines Schlimmen Urheber. So gibt es also kein Geburtsschicksal.“

Brief des Theonas von Alexandria an Lucianus (Kap. 7)

abgefasst um 300 n. Chr. von Theonas von Alexandria

„[Ptolemaios] Philadelphos wählte einen solchen Mann für diese Aufgabe aus und setzte ihn über seine edelste Bibliothek – ich spreche von Aristeas, seinem vertrauten Kammerherrn, den er auch als seinen Gesandten zu Eleasar sandte, mit höchst prächtigen Geschenken, als Anerkennung für die Übersetzung der Heiligen Schriften; und diese Person schrieb auch die vollständige Geschichte der … Weiterlesen

Göttliche Unterweisungen VI 20

abgefasst um 304–313 n. Chr. von Laktanz

„Denn wenn Gott uns das Töten verbietet, untersagt Er nicht allein die offenbare Gewalttat, die selbst nach den öffentlichen Gesetzen nicht erlaubt ist, sondern Er warnt uns vielmehr davor, auch jene Dinge zu tun, die unter den Menschen als erlaubt gelten. Also wird es dem gerechten Menschen weder erlaubt sein, Krieg zu führen, denn sein … Weiterlesen

Wider die Heiden II 61

abgefasst um 305 n. Chr. von Arnobius der Ältere

„Euer Zustand liegt in der Ungewißheit, das Heil eurer Seelen sage ich; und wenn ihr euch nicht der Erkenntniß des obersten Gottes zuwendet, so erwartet euch von den körperlichen Banden befreit ein grauser Tod, der nicht die plötzliche Auslöschung herbeiführt, sondern während einem Zeitraum mittelst der Herbe peinlicher Strafe aufzehrt.“

Wider die Heiden I 31

abgefasst um 305 n. Chr. von Arnobius der Ältere

„[…] denn wir hören daß Viele, die sich dem Studium der Philosophie hingegeben, theils verleugnen, irgend eine göttliche Kraft existire, theils, ob eine sey, täglich fragen; daß Andere das Weltall durch Zufall und ungefähres Zusammentreffen entstehen und durch die Verschiedenheit der Umwälzung sich bilden lassen.“

Über die Menschwerdung des Logos (Kap. 4)

abgefasst um 320 n. Chr. von Athanasius von Alexandria

„[…] die Übertretung des Gebotes warf [die Menschen] auf ihren natürlichen Urstand zurück, so daß sie […] mit Recht nach Ablauf der Zeit den Verlust ihrer Existenz zu gewärtigen hatten. Denn wenn […] sie erst durch das Eingreifen und die Menschenliebe des Logos ins Dasein gerufen wurden, so ergab sich als natürliche Folge, daß die … Weiterlesen

Kirchengeschichte des Eusebius III 39

abgefasst um 320 n. Chr. von Eusebius von Cäsarea

„Papias bietet aber auf Grund mündlicher Überlieferung auch noch andere Erzählungen, nämlich unbekannte Gleichnisse und Lehren des Erlösers und außerdem noch einige sonderbare Berichte. Zu diesen gehört seine Behauptung, daß nach der Auferstehung der Toten tausend Jahre kommen werden, in denen das Reich Christi sichtbar auf Erden bestehen werde.“

Disputation von Archelaus und Manes (Kap. 32)

abgefasst um 320 n. Chr. von Hegemonius

„Einige der Engel, die sich weigerten, sich dem Gebot Gottes zu unterwerfen, widerstanden Seinem Willen; und einer von ihnen fiel tatsächlich wie ein Blitzstrahl auf die Erde, während andere, von dem Drachen bedrängt, Lust suchten in geschlechtlichen Verbindungen mit den Töchtern der Menschen und sich so selbst die verdiente Vergeltung der Strafe des ewigen Feuers … Weiterlesen

Brief des Eusebius von Cäsarea an seine Diöcesanen (Kap. 3)

abgefasst um 325 n. Chr. von Eusebius von Cäsarea

„Wir glauben an Einen Gott, den allmächtigen Vater, Erschaffer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge; und an Einen Herrn Jesum Christum, das Wort Gottes, Gott aus Gott, Licht aus dem Lichte, Leben aus dem Leben, den eingebornen Sohn, den Erstgebornen aller Kreaturen, vor allen Zeiten aus dem Vater gezeugt, durch den auch alle Dinge gemacht worden … Weiterlesen

Brief des Eusebius von Cäsarea an seine Diöcesanen (Kap. 4)

abgefasst um 325 n. Chr. von Eusebius von Cäsarea

„Diejenigen aber, welche sagen: Es hat eine Zeit gegeben, wo er nicht war, und er war nicht eher, als er gezeugt wurde, und er ist aus dem Nichts gemacht worden; oder welche behaupten, daß der Sohn Gottes von einer andern Hypostasis oder Wesenheit, oder geschaffen, oder veränderlich und wandelbar sey, diese verflucht die katholische Kirche.“